Seifenkistenrennen in Osnabrück 2016 Viel los beim Seifenkistenrennen am Hauswörmannsweg

Von Robert Schäfer


Osnabrück. Beim 16. Seifenkistenrennen am Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink waren am Donnerstag wieder 162 Rennfahrer am Start.

Allerbestes Frühlingswetter lockte am Himmelfahrtstag tausende Besucher an den Hauswörmannsweg. Beim 16. Seifenkistenrennen am Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink gab es auch in diesem Jahr wieder tolle Action auf der Straße und Spiel und Spaß für die ganze Familie. 162 Fahrer waren in insgesamt acht Klassen am Start. Sportlich-ambitionierte Rennfahrer mit geradezu professionell anmutenden Teams rasten ebenso zu Tale wie Spaßfahrer in ihren fantasievoll gestalteten Seifenkisten.

Qualifikationslauf zur Deutschen Meisterschaft

Der Vormittag gehörte den Startern der Sportklassen. Bei ihnen ging es wieder um jede Hundertstelsekunde. Da wurde vor dem Start noch das letzte Schräubchen gereinigt und die Kugellager perfekt geschmiert. Das Rennen in Osnabrück war wieder einmal ein Qualifikationslauf zur Deutschen Meisterschaft der Seifenkistenfahrer. Die Renner sehen sich sehr ähnlich, oft unterscheiden sie sich nur noch durch den einen oder anderen Sponsorenaufkleber. „Die Formel 1 der Seifenkiste“, scherzte ein Zuschauer.

Eisdiele und Himmelbett

Am Nachmittag waren dann die Osnabrücker Fahrer am Start. Auch hier ging es natürlich um Sekunden, allerdings waren es vor allem die lustigen Kisten der Funklasse, die die Zuschauer begeisterten. Da fuhr der Hobel gegen den Stift oder die Cola-Dose gegen das Himmelbett. Auch eine Eisdiele war unterwegs – natürlich mit riesigen Eistüten am Gefährt. Etwas verträumt waren die Pilotinnen des Himmelbetts. Lena Sophie Grieger und Roman Pönopp waren als Dr. Who und Begleitung in der blauen Polizeinotrufzelle aus der Fernsehserie „Dr. Who“ unterwegs. Nach drei von vier Rennen waren beide sehr zufrieden. „Bislang haben wir alle Rennen gewonnen“, freute sich Grieger.

Zwei mal hatten sie Flower Power locker geschlagen, obwohl die Konkurrenz auf Showeffekte wie eine Konfettikanone gesetzt hatte. Etwas Probleme hatten Grieger und Pönopp allerdings auch. „Wir können nicht bremsen“, meinte Pönopp. Er hatte sich gerade wie schon Grieger im vorherigen Rennen die Finger eingeklemmt. „Die Lenkung vibriert und die Kiste kommt ins Schlingern wenn man lenkt“, ärgert sich „Dr. Who“. Spaß macht das Seifenkistenfahren den beiden aber doch. Am Ende holten sie sich sogar den Titel in der Fun-Klasse.

Organisatoren zufrieden

Für viele Piloten war die Strecke einfach ein bisschen zu kurz oder eben die Bremsen zu schwach. Schwerer verletzt wurde allerdings glücklicherweise niemand.Cheforganisator Matthias Paul war dementsprechend begeistert. „Ich bin echt zufrieden wie das Rennen gelaufen ist“, freute er sich. Das traumhafte Wetter hatte natürlich viel mit der guten Laune bei Fahrern, Fans und Organisatoren zu tun. „Das macht alles einfach schöner“, meinte Paul. 150 Jugendliche vom THW, die aus ganz Deutschland angereist waren unterstützten die gut 50 Helfer des Gemeinschaftszentrums bei der Durchführung des Rennens.

Zappeltier für die Kleinen

Abseits der Strecke konnten vor allem die kleinen Besucher viel Erleben. Rund um das Ziegenbrink wurde gespielt, gesprungen und mit Gästen wie dem Zappeltier lustig gefeiert.

Und nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Im Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink wird schon bald an den neuen Kisten für das nächste Jahr gebastelt werden. Wer dann die lustigste, fröhlichste und schnellste Kiste hat zeigt sich in gut einem Jahr wieder auf dem Hauswörmannsweg.


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