Bürgerforum rätselt Warum stinkt Sporthalle der Osnabrücker Diesterwegschule?

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Woher kommt der unangenehme Geruch in der Sporthalle der Diesterwegschule? Die Frage bleibt offen. Das Bürgerforum für die Stadtteile Gartlage, Schinkel, Schinkel-Ost und Widukindland diskutierte außerdem über Radwege, Müll und Glascontainer.

Es stinkt immer noch in der Sporthalle der Diesterwegschule. Wonach? Einige Eltern vergleichen den Geruch mit dem feuchter Keller, andere sprechen von Fäulnis. Was es auch sein mag: Es zieht offenbar auch in die Kleidung und hält sich dort recht hartnäckig. Susanne Sochocki, Vorsitzende des Elternrats der Diesterwegschule, beschreibt es so: „Man kann an den Kindern riechen, ob sie Sport hatten oder nicht.“ Die Suche nach der Ursache war bisher vergeblich.

Vermehrt Bronchitis?

Walter Leineweber, Vorsitzender des Bürgervereins Schinkel-Ost, hatte das Thema für das Bürgerforum angemeldet. Seit etwa 15 Jahren versuche die Schule an der Windthorststraße vergeblich, den lästigen Geruch loszuwerden, berichtete er. Eltern vermuten, dass ihre Kinder vermehrt unter Bronchitis leiden, wenn sie sich in dieser Sporthalle aufhalten.

Schimmel ist beseitigt

2012 hatte der Gesundheitsdienst des Landkreises in der Sporthalle Schimmel festgestellt. Der städtische Eigenbetrieb Immobilien und Gebäudemanagement berichtete: Es wurden Lüftungsfenster eingebaut, die Lüftungsanlage im Dusch- und Umkleidebereich wieder aktiviert und belastete Sportgeräte ausgetauscht. Die Schimmelpilzbelastung sei damit behoben worden.

„Sport soll gesund sein“

Die Verwaltung will den Fall weiter untersuchen – und hat offenbar schon versucht, damit zu beginnen. Doch ohne Erfolg, wie Schulelternratsvorsitzende Sochocki vermutet: Eine für Februar geplante Messung sei entfallen, die Ergebnisse einer vorherigen Untersuchung nicht mehr vorhanden.

Eine Sanierung des vier Jahrzehnte alten Gebäudes werde möglicherweise erst 2018 oder 2019 anstehen, wie Stadtbaurat Frank Otte mitteilte: Die Sporthalle der Diesterwegschule stehe auf der Prioritätenliste an vierter Stelle. Ein Anwohner fragte: „Was muss denn passieren, um ganz nach oben zu kommen?“ Auch Bürgermeisterin Birgit Strangmann hält es für dringlich, etwas zu unternehmen, denn: „Sport soll ja gesund sein.“

Zählung für einen Zebrastreifen

Für die Sporthalle Widukindland wünschen sich Eltern und Lehrer einen Zebrastreifen. Sie sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder. Ob der Wunsch in Erfüllung geht, hängt von Geschwindigkeitsmessungen und Verkehrszählungen ab. Weshalb das so ist, erläuterte Stadtbaurat Frank Otte so: „Wir sind an klare Vorgaben gebunden.“ Komme ein Zebrastreifen nicht in Betracht, gebe es jedoch noch die Möglichkeit, eine Querungshilfe einzurichten. Bürgermeisterin Strangmann wünscht sich ein Ergebnis „im Sinne unserer Kinder“.

Radfahrer werden bedrängt

Carsten Friderici, Vorsitzender des Bürgervereins Schinkel, wünscht sich eine neue Markierung für den Radweg zwischen der Oststraße und der Straße An der Rosenburg. Sie sei nicht mehr zu erkennen, und Radfahrer würden dort häufig bedrängt. Detlef Schnier vom Osnabrücker Servicebetrieb kündigte an, dass die Kreuzung zunächst „radfahrerfreundlich überplant“ wird.

Drei Bäume fallen, drei neue werden gepflanzt

Zwar freut sich der Bürgerverein Schinkel über die Sanierung der Rotenburger Straße, bemängelt aber ein Loch auf dem Radweg vor dem Wendehammer. Das soll gestopft werden, kündigte Stadtbaurat Otte an. Der Bürgerverein bedauert außerdem, dass für die Sanierungsarbeiten drei Bäume weichen mussten. Die Verwaltung verspricht jedoch, im Herbst drei neue zu pflanzen.

Müll und tote Ratten

An mehreren Straßen klagen Anwohner über Müll – unter anderem zwischen dem Haseuferweg und den Verbrauchermärkten an der Franz-Lenz-Straße und an der Humboldtbrücke. Detlef Schnier vom Osnabrücker Servicebetrieb kündigte an, dass dort nach Möglichkeit häufiger gereinigt werden soll. An der Humboldtbrücke reinige die Stadt auch Abschnitte, die gar nicht in ihre Zuständigkeit fallen – der Besucher wegen. Einige der Grundstücke gehörten der Bahn, andere einem Immobilienunternehmen. Über die Schinkelstraße sagte einer der Nachbarn: „Man möchte sich schämen.“ Ähnlich äußerte sich eine Anwohnerin über die Venloer Straße, die dort gar „totgefahrene Ratten“ sichtet.

Mehr Plätze für Glascontainer gesucht

Wie viele Glascontainer eine Stadt aufstellen muss, hängt von der Einwohnerzahl ab. Danach sind für Osnabrück 137 vorgeschrieben. „Derzeit haben wir 139“, berichtete Detlef Schnier. Weil Osnabrück wachse. müssten es jedoch mehr werden: „Ich bin um jeden neuen Standort froh.“ Am Gretescher Weg ärgern sich Bürger darüber, dass sich ein Glascontainer direkt am Fahrradweg befindet. Dafür zeigt die Verwaltung Verständnis: Sie hält es für sinnvoll, den Behälter um einige Meter zu verschieben.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN