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Fürstenauer Weg wieder befahrbar Löscheinsatz am Osnabrücker Hafen kann noch Tage dauern

Von Hauke Petersen


hpet/zud Osnabrück. Nach dem Brand in einer Müllaufbereitungsanlage im Osnabrücker Stadtteil Hafen ist der Fürstenauer Weg zwischen der Bundesstraße 68 und der Einmündung Süberstraße am Freitagmorgen wieder befahrbar. Das bestätigte die Polizeiinspektion Osnabrück.

Die Feuerwehr befindet sich noch im Einsatz. Auch eine Ermittlungsgruppe „Umwelt“ der Polizei Osnabrück ermittelt vor Ort.

Der Löscheinsatz kann nach Angaben des Einsatzleiters noch mehrere Tage dauern. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk waren am Donnerstag mit 115 Kräften im Einsatz. Demnach brannte der komplette Müll in einem sogenannten Annahmebunker. Dieser ist nach Schätzungen von Einsatzleiter Christian Ehlert etwa 8000 Kubikmeter groß. Die Feuerwehr hat deshalb die Alarmstufe 4 ausgerufen, es handelt sich um einen Vollbrand. Die Tore zum Bunker wurden vollkommen zerstört, so Ehlert.

Am Donnerstag um 10.53 Uhr kam die Alarmmeldung, weil Anwohner die hohe Rauchsäule bemerkt hatten. Zunächst wurde das Gebäude mit Schaum geflutet, um den Brand zu löschen. Im Anschluss wollten die Einsatzkräfte damit beginnen, die Halle in Etappen auszuräumen, um die brennenden Stoffe draußen zu löschen. Allerdings stellte sich am Nachmittag heraus, dass aufgrund der schwierigen Verhältnisse im Bunker und eines am Himmelfahrtstag nicht zu beschaffenden Spezialbaggers dieser Plan nicht in die Tat umzusetzen war. Deshalb mussten sich die Helfer darauf beschränken, den Brand in der Halle mit Wasser zu bekämpfen.

Das Wasser für die Feuerwehr wird aus Hydranten und dem Osnabrücker Stichkanal gefördert. Für das Löschwasser hat das Unternehmen ein Abfangbecken zur Verfügung gestellt, damit eine Kontaminierung des Grundwassers vermieden wird.

Türen und Fenster geschlossen halten

Zudem überprüft eine Sondereinheit der Feuerwehr die Schadstoffbelastung der Luft. Der Rauch zieht überwiegend nach Nordwesten in Richtung Eversburg ab. Rauch sei immer giftig, so Ehlert, aber bislang konnten die Einsatzkräfte noch keine gesundheitsschädliche Konzentration feststellen. Anwohnern im Nahbereich wird dennoch empfohlen, die Türen und Fenster geschlossen zu halten. Auch im Radio seien entsprechende Warnhinweise platziert worden.

Für die Löscharbeiten musste am Donnerstag der Fürstenauer Weg zwischen der Bundesstraße 68 und der Einmündung Süberstraße gesperrt werden.

Ursache unklar

Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Einsatzleiter Ehlert schätzt aber, dass der Müllbunker die Feuerwehr inklusive Nachlöscharbeiten und Brandwache mehrere Tage beschäftigen wird.

Um Essen und Getränke für die Einsatzkräfte kümmert sich der Versorgungszug Süd.

Das Gelände der Firma Helector (früher Herhof) war zum Zeitpunkt der Brandentstehung anscheinend verwaist. Zunächst hieß es, dass eine Person vermisst sei, dieser Verdacht hat sich laut Ehlert aber schnell ausräumen lassen. Inzwischen sei die Betriebsleitung aber auf dem Gelände, genauso wie – routinemäßig – die Gewerbeaufsicht.

Es ist bei Weitem nicht der erste Einsatz auf dem Gelände. Zuletzt war vor zwei Jahren in Müllberg im Bunker in Brand geraten. An einen so großen Einsatz kann sich Ehlert aber nicht erinnern.

Die Berufsfeuerwehr Osnabrück war im Einsatz. Sie wird von den Freiwilligen Feuerwehren Eversburg, Stadtmitte, Haste, Voxtrup und Neustadt unterstützt.


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