Einigung im Öffentlichen Dienst Stadt Osnabrück auf Tarifabschluss vorbereitet

Am vergangenen Dienstag blieben während des Warnstreiks alle Busse der Stadtwerke im Depot. Drei Tage später gab es eine Einigung im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes.  Foto: David EbenerAm vergangenen Dienstag blieben während des Warnstreiks alle Busse der Stadtwerke im Depot. Drei Tage später gab es eine Einigung im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes. Foto: David Ebener

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück wird vom Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst nicht eiskalt überrascht. Die am Freitagabend vereinbarte Tariferhöhung wurde bereits im Doppelhaushalt eingeplant.

Das sagte Personalchefin Karin Detert auf Anfrage der Redaktion. Die Beschäftigten von Bund und Kommunen sollen in diesem Jahr 2,4 Prozent, im kommenden 2,35 Prozent mehr Lohn erhalten. Die Stadt habe ab 1. März dieses Jahres drei Prozent und für 2017 2,5 Prozent Anhebung eingeplant. „Damit müssen wir unser Budget nicht überschreiten“, erläuterte Detert.

Die Gewerkschaft Verdi hatte in den Verhandlungen sechs Prozent mehr Lohn gefordert. Dafür hatten sich auch Beschäftigte aus dem Öffentlichen Dienst in Osnabrück starkgemacht. Unter anderem hatten sich rund 80 Beschäftigte des Klinikums Osnabrück und der Klinik am Kasinopark in Georgsmarienhütte mit einer „kreativen Mittagspause“ für die Tariferhöhung eingesetzt. Auch Mitarbeitern des Osnabrücker Servicebetriebes beteiligten sich an Warnstreikaktionen.

Für die Osnabrücker deutlich spürbar war die 24-stündige Arbeitsniederlegung der Stadtwerke-Busfahrer am 26. April. Überraschend wurde dann am späten Freitagabend vergangener Woche die Einigung erzielt. Für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen hatten die Gewerkschaften mit weiteren Streiks gedroht.


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