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OS-Duo: 13800 Höhenmeter mit Schnee und Geröll Genuss in den Alpen

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Mit der Natur auf Du und Du: Günter Liegmann (links) und Kurt Gormanns hochalpin.Mit der Natur auf Du und Du: Günter Liegmann (links) und Kurt Gormanns hochalpin.

bec Osnabrück. Es war „nicht ungefährlich“, weil auf schmalen und steilen Wegen manche Baumwurzel auftauchte, wenn sie nicht gerade von Gestein und Schneeresten bedeckt war. Doch es war erst einmal „ein tolles Erlebnis“, den Gore-Tex-Transalpine zu leisten wie Günter Liegmann (55) und Kurt Gormanns (59).

Der Realschullehrer aus GMHütte und der pensionierte Finanzbeamte aus Bramsche hatten sich gesucht und gefunden, als es galt, sich als Team „Osnabrücker Land“ zur Teilnahme zu bewerben. Und es passte mit dieser Partnerschaft, acht Tage lang auf engem Raum und bei extremer Belastung zusammenzuhalten, als es galt, 305 Kilometer überwiegend laufend in den Bergen zu absolvieren. „Nur“ 305 Kilometer an acht Tagen für Ultras, wie Läufer über die Marathondistanz hinaus heißen? Immerhin drei Etappen gingen über mehr als 42 Kilometer, dabei mit munteren Steigungen bis zu 2600 Meter hinauf und Abstiegen, zum Glück nur an einem Tag mit Regen, ansonsten ohne Niederschläge bei stolzen 13800 Höhenmetern.

Zur Entschädigung warteten nach dem Start in Ruhpolding an jedem Etappenziel in St. Ulrich, Kitzbühel, Neukirchen am Großvenediger, Prettau im Ahrntal, Sand In Taufers, St. Vigil, Niederdorf und im Ziel in Sexten viel Applaus, Stärkung und Erfrischung beim großen Empfang der „Alpinen“ sowie beste Versorgung und Betreuung auch durch zwei Freundinnen. Bilder des Tages, gedreht zum Teil aus einem Hubschrauber, wurden gezeigt von der zum Teil atemberaubenden Tour, zur Pasta-Party geladen und vieles mehr geboten bei „toller Organisation“, die nur durch eines in den Schatten gestellt wurde: das Naturerlebnis, das für Liegmann „einfach genial und ein toller Genuss“ war bis hin zum unvergesslichen Blick auf die gewaltigen Dolomiten.

186 der 276 Teams aus 26 Ländern, unter ihnen Alaska, Australien, Südafrika, Israel und andere mehr, kamen ins Ziel, andere gaben auf oder wurden „aussortiert“, weil sie die Zeitlimits an den Verpflegungsstellen oder die erste Bedingung nicht einhielten, im Team zusammenzubleiben bei maximal zwei Minuten Zeitabstand. Das Team „Osnabrücker Land“ hielt durch als immerhin Zwölfter unter 26 in der Altersklasse „über 100 Jahre“ in dem Gefühl, zum ersten, aber nicht zum letzten Mal „transalpin“ gelaufen zu sein.


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