Elf Konkurrenten in Niedersachsen Erhält ein Neubau aus der Region Osnabrück Architekturpreis?

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Osnabrück. Wer gewinnt in diesem Jahr den niedersächsischen Staatspreis für Architektur? Vier Neubauten aus der Region Osnabrück haben es in die engere Wahl geschafft.

In den vergangenen Monaten hat eine zwölfköpfige Jury der niedersächsischen Architektenkammer aus 96 Projekten zum Thema „Bauen für die Öffentlichkeit“ eine Vorauswahl getroffen: Die verbliebenen elf Objekte werden in den kommenden Wochen von der Jury besichtigt, die danach weitere Bewerber streicht und schließlich den Sieger kürt. Am 1. Juni soll Bauministerin Cornelia Rundt den Preis im Festsaal des Alten Rathauses Hannover verleihen. Welche Personen in der Jury sitzen, verriet die Architektenkammer auf Nachfrage unserer Redaktion nicht.

Drei Gebäude in der Stadt

In Osnabrück werden die Jurymitglieder drei Gebäude genauer unter die Lupe nehmen: das Hörsaalzentrum von Hochschule und Universität auf dem Campus Westerberg (Fertigstellung April 2014), die Bibliothek von Hochschule und Uni an gleicher Stelle (Oktober 2015) sowie das Holz-Passivhaus der DBU Naturerbe GmbH, einer Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das im Juli des vergangenen Jahres fertiggestellt worden war.

Bissendorfer Rathaus nominiert

Aus dem Landkreis hat es das Bissendorfer Rathaus in die engere Wahl geschafft (Oktober 2015). „Wenn ich mir die anderen Objekte anschaue, hatte unser Projekt sicherlich nicht das größte Budget. Von daher ist das eine tolle Sache“, sagte Bürgermeister Guido Halfter. Die Kosten für das Rathaus lagen bei etwas mehr als 3,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: Das DBU-Gebäude kostete rund 6, das Hörsaalgebäude 23 und die Bibliothek 31 Millionen Euro.

Hörsaalgebäude hat schon einen Preis

Auch bei der DBU reagierte man erfreut. „Wir geben uns immer wieder Mühe, bauökologische Leuchttürme zu setzen und neue Wege zu gehen. Sollte das gewürdigt werden, wäre das eine schöne Anerkennung“, sagte DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers. Die DBU hat unter anderem auf ökologische Baumaterialien gesetzt: auf den nachwachsenden Rohstoff Holz, auf Hanf als Dämmstoff und kühlendes Grundwasser, sodass keine Klimaanlage nötig ist.

Für das Hörsaalgebäude von Hochschule und Uni wäre es übrigens nicht die erste Auszeichnung: Bereits im vergangenen Jahr wurde der Neubau am Campus Westerberg für seine baukünstlerische Gestaltung vom niedersächsischen Landesverband im Bund Deutscher Architekten (BDA) mit dem BDA-Preis Niedersachsen 2015 prämiert. „Wir haben ein innovatives Gebäude mit modernen Lehr- und Lernbedingungen geschaffen. Dass wir erneut zur Wahl stehen, freut und ehrt uns“, sagte Hochschulpräsident Andreas Bertram.

Die Konkurrenz

Messen müssen sich die Bauten aus der Region mit den folgenden Objekten: dem Forschungs- und Erlebniszentrum Paläon in Schöningen, dem Marktkirchplatz in Clausthal-Zellerfeld, der Arabesques am Opernplatz Hannover, dem Erweiterungsbau des Sprengel Museums in Hannover, der Gedenkstätte Ahlem in Hannover, der Kita am Herrenhäuser Kirchweg in Hannover und dem renovierten Hildesheimer Dom samt Museum und Annexbauten. Der niedersächsische Architekturpreis wird alle zwei Jahre vergeben.


Einen Überblick über die Vorauswahl gibt es hier.


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