Piktogramme und vier Sprachen Plakate erklären Flüchtlingen in der Region Verkehrsregeln

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Osnabrück. Die Polizeiinspektion Osnabrück, die Verkehrswacht und der Landkreis Osnabrück haben zwei Plakate herausgebracht, die die wichtigsten Verkehrsregeln für Fußgänger und Radfahrer in Wort und Bild darstellen. Sie wenden sich damit an die im Landkreis Osnabrück lebenden Flüchtlinge.

„Im vergangenen Jahr, zur Hochzeit der Flüchtlingskrise, erreichten uns viele Meldungen, dass in Bramsche-Hesepe in der Nähe der Landesaufnahmebehörde Menschen auf der Bundesstraße gehen“, sagte Thomas Mäster von der Polizeidirektion Osnabrück. Mit den mehrsprachig gehaltenen Plakaten wollen die Kooperationspartner die Flüchtlinge ab sofort mit den deutschen Regeln und Verkehrszeichen vertraut machen, damit sie sich nicht unbedacht in Gefahr begeben.

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Aus ihren Heimatländern seien es viele gewohnt, dass Autofahrer abbremsen, wenn man über die Straße geht, oder dass man Ampeln nicht so ernst zu nehmen braucht, so Mäster. „Das ist bei uns eben anders.“

250 Exemplare wurden gedruckt

Auf Englisch, Arabisch, Französisch und Deutsch sowie in Piktogrammen werden Grundregeln, wie „den Geh- oder Radweg benutzen“ oder „nicht auf Autobahnen oder Schnellstraßen zu Fuß gehen oder Radfahren“, erklärt. „Das Konzept stammt von Kollegen aus Baden-Württemberg“, so Mäster. 

Nachdem die Polizeidirektion Osnabrück die beiden Plakate in ihrer Präventionsarbeit einsetzte, fragte die Straßenverkehrsabteilung des Landkreises Osnabrück an, ob sie die Plakate ebenfalls verwenden dürfe. Mit der Verkehrswacht im Bunde ließen die drei Partner jeweils 250 Exemplare der Plakate drucken.

Ein Großteil davon soll von den Volkshochschuldozenten des Deutschtreffs im Unterricht eingesetzt werden. „Weitere Plakate gehen an die Verkehrswachten und die Städte und Gemeinden im Landkreis“, so Manfred Motzek aus der Straßenverkehrsabteilung des Landkreises.

Juliane Macke, Sprachkoordinatorin von der VHS Osnabrücker Land, berichtete, dass es mittlerweile in 21 Kommunen im Osnabrücker Land Deutschtreffs für Flüchtlinge und Asylsuchende gebe. „Unsere Dozenten sind immer sehr dankbar, wenn sie solche Materialien wie die Plakate im Unterricht einsetzen dürfen.“

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