Kein Schülerverkehr in Osnabrück Stadtwerke-Busfahrer treten Dienstag in den Streik

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Die streikenden Busfahrer werden am Dienstagvormittag mit einem Demonstrationszug durch die Innenstadt auf ihr Anliegen aufmerksam machen. Foto: Archiv/Michael GründelDie streikenden Busfahrer werden am Dienstagvormittag mit einem Demonstrationszug durch die Innenstadt auf ihr Anliegen aufmerksam machen. Foto: Archiv/Michael Gründel

Osnabrück. Wer morgens in Osnabrück mit dem Bus zur Schule oder Arbeit fährt, muss am Dienstag, 26. April, früher aufstehen: Die Busfahrer der Stadtwerke treten ab 4 Uhr morgens in einen ganztägigen Warnstreik.

Nach Informationen aus den Stadtwerken wird keiner der knapp 250 Busfahrer zum Dienst antreten. Stattdessen ist gegen 9.45 Uhr eine kurze Kundgebung vor der Hauptverwaltung der Stadtwerke geplant. Im Anschluss werden die streikenden Mitarbeiter in einem Demonstrationszug durch die Innenstadt auf ihr Anliegen aufmerksam machen.

Druck auf Arbeitgeber

„Leider haben wir als Gewerkschaft nur die Möglichkeit, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen und treffen leider hiermit auch immer die unbeteiligten Bürger ; dieses bedauern wir, ist aber unausweichlich“, schreibt Jürgen Meerbothe, verantwortlicher Sekretär für den Fachbereich Verkehr im Bezirk Weser-Ems.

Auch der Regionalverkehr Münsterland (RVM) wird bestreikt, deshalb werden Einschränkungen auf der Linie R11 erwartet. Da verschiedene Linien innerhalb Osnabrücks nicht nur mit Bussen der Stadtwerke, sondern auch von den VOS-Partnerunternehmen befahren werden, können auf einigen Strecken durchaus Busse unterwegs sein.

Erhebliche Wartezeiten

Allerdings sollten sich Fahrgäste nicht darauf verlassen: Zum einen könnte es erhebliche Wartzeiten geben, zum anderen wird damit gerechnet, dass die fahrenden Busse überfüllt sein werden. Eine genaue Auflistung der betroffenen Linien wird es nicht geben.

Informationen zur aktuellen Verkehrslage am Dienstag können laut Stadtwerke im Internet unter www.swo.de/streik , www.twitter.com/vos_info , im Mobilitätszentrum am Neumarkt oder telefonisch unter 0541 2002 2211 abgerufen werden.

Die Busfahrer machen mit ihrem Ausstand Druck auf die Arbeitgeber im Öffentlichen Dienst: Am Donnerstag werden die Tarifverhandlungen fortgesetzt. Noch liegen Forderung und Angebot weit auseinander: Die Gewerkschaft Verdi fordert sechs Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten knapp drei Prozent in zwei Stufen.


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