Aus familiären Gründen Osnabrücker Klinikum-Chef Blok hört 2017 auf

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Frans Blok (links) geht, Alexander Lottis bleibt. Foto: Klinikum OsnabrückFrans Blok (links) geht, Alexander Lottis bleibt. Foto: Klinikum Osnabrück

Osnabrück. Der Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück, Frans Blok, verlängert seinen Vertrag nicht. Er steigt 2017 „aus familiären Gründen“ aus, teilte der Aufsichtsrat am Donnerstag mit.

Der Aufsichtsrat hatte den Geschäftsführern Fans Blok und Alexander Lottis im vergangenen Jahr eine Vertragsverlängerung angeboten. Einstimmig habe der Aufsichtsrat den Willen bekundet, „die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Klinikum-Geschäftsführern langfristig fortsetzen zu wollen“, heißt es in einer vom Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Hagedorn unterzeichneten Erklärung vom Donnerstag. In der Sitzung am Dienstag beschloss der Aufsichtsrat, die zum 30. Juni 2017 auslaufenden Geschäftsführerverträge bis zum 30. September 2020 zu verlängern.

Frans Block schlägt das Angebot aus. Er teilte dem Aufsichtsrat mit, dass er – „ausschließlich aus familiären Gründen“ – für eine Vertragsverlängerung nicht zur Verfügung stehe, er aber seinen Vertrag bis Juni 2017 erfüllen werde. Alexander Lottis wird in der Geschäftsführung bleiben.

Der Aufsichtsrat bedauere die Entscheidung „außerordentlich“, habe aber für die privaten Beweggründe volles Verständnis, so Hagedorn. Weiter heißt es in der Mitteilung: „Wir sind davon überzeugt, dass Herr Blok auch in den nächsten 14 Monaten den Sanierungsprozess maßgeblich mit vorantreiben wird. Durch die Vertragsverlängerung mit Herrn Lottis ist die Kontinuität auf diesem erfolgreichen Weg sichergestellt.“

Über eine Nachfolgeregelung in der Geschäftsführung werde der Aufsichtsrat rechtzeitig entscheiden.

Blok war im Juni 2013 als damals dritter Geschäftsführer neben Thomas Fehnker und Arno Kuge zum Klinikum geholt worden . Sein Auftrag: die Sanierung des finanziell angeschlagenen Klinikums. Er sollte das „Chaos aufräumen“, das der frühere Geschäftsführer hinterlassen habe, sagte damals der städtische Finanzvorstand Thomas Fillep. In einem großen Kraftakt gelang Blok die Wende. Einen großen Beitrag leisten dabei die Mitarbeiter mit einem 3,5-prozentigen Gehaltsverzicht und die Stadt mit einer Aufstockung de Eigenkapitals um 20 Millionen Euro.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN