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Hinter den Plänen steht Porta In Osnabrück-Fledder soll ein neuer Möbelmarkt entstehen

Von Rainer Lahmann-Lammert


Osnabrück. Im Fledder soll ein neuer Möbelmarkt entstehen. Schon vor 19 Jahren hat die Stadt dafür die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Aber erst jetzt wird das Vorhaben konkret.

Auf dem Acker am Huxmühlenbach wurde noch im vergangenen Jahr Mais angebaut. Inzwischen stehen auf dem vorderen Teil zwei Zelte, die Aldi und dm als provisorische Verkaufsräume dienen, weil ihr Marktgebäude an der Hannoverschen Straße gerade umgebaut wird. Pläne für einen Möbelmarkt auf diesem Grundstück sind nicht neu. Bereits seit Oktober 1997 ist die Fläche im Bebauungsplan als „Sondergebiet für den Möbeleinzelhandel“ reserviert.

Bauvolumen nicht ausgeschöpft

Hinter dem Projekt steht die Holding, der auch Porta Möbel gehört. Die Niederlassung soll jedoch unter dem Namen Asko firmieren. Möbelmärkte dieser Marke gibt es bisher in Tschechien und der Slowakei. Bemerkenswert ist, dass die Investoren in Osnabrück das zulässige Bauvolumen bei Weitem nicht ausschöpfen wollen.

Vier Geschosse und eine maximale Verkaufsfläche von 30000 Quadratmetern lässt der Bebauungsplan zu, wie Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau, auf Anfrage bestätigte. Zum Vergleich: Ikea in Hellern verfügt über 28000 qm, Porta in Wallenhorst über 25000 qm. Nach Informationen unserer Zeitung will Porta aber nur zweigeschossig bauen, im Gespräch ist eine Verkaufsfläche von 8500 qm. Im Gebäude sollen außerdem ein Fliesenmarkt und ein Café eingerichtet werden.

Noch kein Bauantrag

Baubeginn für das Einrichtungshaus soll offenbar Ende des Jahres sein. Fachbereichsleiter Franz Schürings wollte dazu keine Angaben machen. Bislang gebe es weder einen Bauantrag, noch eine Bauvoranfrage, erklärte er gegenüber unserer Redaktion.

Für Möbelmärkte gelten in Osnabrück strengere Richtlinien als für andere gewerbliche Nutzungen. Seit Jahren richtet die Stadt ihre Bebauungspläne nach dem Märkte- und Zentrenkonzept aus, das auf eine geordnete Einzelhandelsentwicklung abzielt. Dabei geht es vor allem um den Schutz der innerstädtischen Geschäfte.

Überschneidungen mit sogenannten Randsortimenten, etwa Glas- und Porzellanwaren, Heimtextilien, Haushaltsdekorationen oder Geschenkartikeln sind auch in einem Einrichtungshaus zu erwarten. Deshalb haben die Stadtplaner in einer Ergänzung zum Bebauungsplan Begrenzungen vorgeschrieben.

Kein Kommentar von Porta

Durch das Grundstück, das bislang landwirtschaftlich genutzt wurde, verläuft die Grenze zwischen den Stadtteilen Fledder und Schölerberg. Markiert wird sie von einer langgezogenen Hecke, die von der Hannoverschen Straße bis zur Meller Straße reicht. Sie müsste dem Möbelmarkt weichen. Eine Baumgruppe am östlichen Rand würde jedoch verschont – sie gehört nicht mehr zur bebaubaren Fläche. Nach den Vorstellungen des Investors soll die Zufahrt am Huxmühlenbach entstehen – genau dort, wo sich jetzt eine Bushaltestelle befindet.

Die Porta-Holding wollte sich zunächst noch nicht zu den Plänen für ein Asko-Möbelhaus in Osnabrück äußern.


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