Poggensee in OS-Wüste Neuer See mit Sandstrand und Tretbooten in Osnabrück?

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Osnabrück. Wird es in Osnabrücks Stadtteil Wüste einen neuen See geben? Das zumindest ist dem aktuellen Stadtteilmagazin „Wüstenwind“ zu entnehmen. Ein Aprilscherz – dem einige Leser auf den Leim gegangen sind.

In dem Magazin steht, auf einer Wiese neben dem Kleingärtnerverein Deutsche Scholle seien mehrere Weltkriegs-Blindgänger gefunden worden. Sie müssten gesprengt werden, den Detonationen würden auch mehrere Gärten des Vereins zum Opfer fallen. Immerhin: Eine Evakuierung der Umgebung sei nicht notwendig, niemand sei gefährdet.

Neuer See mit Badestrand

Allerdings habe die Aktion auch einen großen Vorteil: Durch die vielen Explosionen könnte an besagter Stelle ein See entstehen. Damit wäre die Wüste neben Pappel- und Wüstensee um ein Gewässer reicher. Dort könnten sich Arten ansiedeln, die auf der Roten Liste stehen. Ein Beobachtungsturm soll den Anblick darauf ermöglichen. Und: Am östlichen Teil könnte ein weißer Sandstrand entstehen. Denkbar seien dort auch Stände mit Bratwurst, Eis und Getränken. Beginn des Projekts soll bereits im April sein, im Frühjahr 2017 soll der See fertig sein.

Anfrage für Tretbootverleih

Die Nachricht dürfte bei einigen Wüsten-Bewohnern für Staunen, Sorge oder vielleicht auch Freude gesorgt haben. Denn nicht allen war klar, dass es sich bei der Nachricht um einen Aprilscherz handelt. „Manche waren sich nicht sicher“, sagt Angelika Walter vom „Wüstenwind“. Eine Leserin habe dem Magazin mitgeteilt, sie freue sich schon, dort bald baden zu können. „Einer wollte da sogar schon einen Tretbootverleih aufmachen“, sagt Walter. „Aber wir sind uns nicht sicher, ob das nicht auch nur ein Scherz war“, sagt Heinz Walter vom „Wüstenwind“. „Die meisten haben es ja doch gemerkt, wir dachten auch, das es offensichtlich sei, dass das ein Aprilscherz ist“, sagt er. „Mich wundert nur, dass niemand auf die Bombe eingegangen ist“, sagt Heinz Walter. Alle hätten sich nur für den See interessiert – und auf ihn gefreut.

Rücksicht auf Flüchtlinge

Es habe aber auch schon Beschwerden gegeben, sagt Elena Walter. Denn das Magazin berichtet auch, dass aus Rücksicht auf ein Flüchtlingsprojekt, das derzeit in der Deutschen Scholle läuft, kein Schweinefleisch und Alkohol am See verkauft werden sollen. Und Frauen sollten sich entsprechend kleiden. Damit waren manche Leser offenbar so gar nicht einverstanden. „Das fanden mache sehr übertrieben“, berichtet Angelika Walter. „Einer fand es für die Integration nicht förderlich, wenn wir uns den Flüchtlingen anpassen müssten und nicht umgekehrt“, sagt Heinz Walter.

Flamingos am Wüstensee

Es ist übrigens nicht das erste Mal gewesen, dass einige Leser dem Aprilscherz des Magazins auf den Leim gegangen sind. 2013 habe der „Wüstenwind“ vermeldet, am Wüstensee seien Flamingos entdeckt worden. „Einige waren sogar richtig sauer“, sagt Heinz Walter. Sie seien extra dort hingefahren, um die Vögel zu fotografieren – und fanden selbstredend keine vor.

Die offizielle Auflösung des aktuellen Aprilscherzes erfolgt in der Maiausgabe des „Wüstenwind“.

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