Vorstoß für „Lebensquelle“ und Kulturverein CDU: Auch Kultur gehört auf den Osnabrücker Güterbahnhof

Die CDU-Fraktion will auch kulturelle Nutzungen auf dem Güterbahnhof zulassen. Dazu gehört die Freikirche „Lebensquelle“ ebenso wie der Kulturverein Petersburg. Foto: Archiv/Gert WestdörpDie CDU-Fraktion will auch kulturelle Nutzungen auf dem Güterbahnhof zulassen. Dazu gehört die Freikirche „Lebensquelle“ ebenso wie der Kulturverein Petersburg. Foto: Archiv/Gert Westdörp

Osnabrück. Wenn der neue Bebauungsplanentwurf zum Güterbahnhof verabschiedet wird, sind nur noch gewerbliche Nutzungen erlaubt. Das hält die CDU für einen Fehler. Für die Ratssitzung am Dienstag kündigt Fraktionschef Fritz Brickwedde einen Änderungsantrag an, der darauf abzielt, auch kulturelle Nutzungen zuzulassen, wie sie die Freikirche „Lebensquelle“ und der Kulturverein Petersburg planen.

Die CDU-Fraktion hab kürzlich Gespräche mit der evangelischen Freikirche und dem Kulturverein geführt, heißt es in einer Pressemitteilung des Fraktionsvorsitzenden. Brickwedde kritisiert, dass die Bauverwaltung weder den Verein noch die „Lebensquelle“ über die Absicht informiert habe, ein reines Gewerbegebiet festzusetzen. Beiden Partnern sei damit „vor den Kopf gestoßen“ worden, zumal die Stadt lange Zeit beabsichtigt habe, neben der hauptsächlichen gewerblichen Nutzung auch Flächen für die Kultur zuzulassen.

Brickwedde erinnert daran, dass die Stadtverwaltung seinerzeit selber der Freikirche die Fläche hinter dem Bahnhof empfohlen habe. Daraufhin habe die Lebensquelle dort Eigentum erworben, um eine Kirche für die größer gewordene Gemeinde zu bauen. Beim Bebauungsplan könne es nicht darum gehen, ob einem die Freikirche sympathisch sei oder nicht. Es gehe um die Umsetzung des Verfassungsgebots der Religionsfreiheit, vermerkt die CDU-Fraktion. Das würde auch für eine Moschee so gelten.

Brickwedde bescheinigt zugleich dem Kulturverein Petersburg, dass er mit seinen kulturellen Aktivitäte n zur „Vielfalt und Lebensqualität in Osnabrück“ beitrage. Seit vielen Jahren werde dort gute Arbeit geleistet , die mit einer Veränderung des Bebauungsplanes vor dem Aus stehen würde. Es gebe keine zweite Fläche in Osnabrück, die sich so gut für diese kulturellen Aktivitäten eignen würde wie diese, heißt es weiter in der CDU-Erklärung.

Festzuhalten sei auch, dass die Aktivitäten der Freikirche und des Kulturvereins überwiegend abends oder an den Wochenenden stattfänden, wenn in Gewerbebetrieben nicht gearbeitet werde. Das würde auch zu einer Verkehrsentzerrung beitragen. Andere Städte, so Brickwedde, hätten mit Kulturprojekten dieser Art große Erfolge. Der Kulturverein Petersburg habe die Absicht geäußert, im Sommer eine Open-Air-Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Das sei aber möglicherweise nicht mehr zulässig, wenn der Bebauungsplan in seiner aktuellen Fassung dann schon verbindlich sei.


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