Rückkehr in die Fußgängerzone Riesen-Nordsee eröffnet am 21. April neu in Osnabrück



Osnabrück. 60 Jahre lang war Nordsee aus Osnabrück nicht wegzudenken. Dann wich sie dem neuen Modehaus in der Großen Straße. Knapp anderthalb Jahre nach der Schließung kehrt dieFischrestaurant-Kette jetzt in die Fußgängerzone zurück – und eröffnet dort eine ihrer größten Filialen überhaupt.

Verkaufsstart ist am 21. April. Das teilte Pressesprecherin Anna Bansmann unserer Redaktion am Montag auf Nachfrage mit. Und die Adresse ist beinahe die alte: Nordsee zieht ins Haus Große Straße 54 ein, wo sich zuletzt das Damenmode-Geschäft Cecil und ein E-Plus-Mobilfunkshop befanden. Zu den künftigen Nachbarn von Europas größten Fisch-Systemgastronom gehören mithin auch die beiden brandneuen Läden „The Store“ und Tommy Hilfiger, derentwegen Nordsee die Stadt im Herbst 2014 vorübergehend verlassen musste.

Flaggschiff im neuen Look

Was den Standort angeht, wird sich die Osnabrücker Stammkundschaft des traditionsreichen Fischrestaurants also nicht neu orientieren müssen. Wohl aber, was Größe und Ausstattung betrifft. Denn die neue Nordsee hat Flaggschiff-Charakter: „Mit über 130 Sitzplätzen ist es einer der deutschlandweit größten Stores“, sagte Bansmann. Gegenwärtig betreibt die 1896 gegründete Kette mit Sitz in Bremerhaven insgesamt 374 Filialen, davon 317 in Deutschland.

Zudem will die Nordsee in Osnabrück beim Ladenbau – wie bei anderen aktuellen Neueröffnungen auch – ein neues Designkonzept umsetzen. Dazu gehören beispielsweise Möbel aus Holz sowie dekorative Elemente, deren Farben und Motive dem Meer entlehnt sind. Auf diese Weise solle im Restaurant ein nordisches Flair entstehen, das Wärme und Modernität zugleich ausstrahlt, heißt es.

Statement pro Osnabrück

Selbst Immobilienexperten halten das Nordsee-Engagement in Osnabrück für außergewöhnlich. „Das ist ein Statement“, sagte Andreas Grüß vom Immobilienmakler-Büro Lührmann, das die Neuvermietung in 1a-Lage vermittelt hatte, unserer Redaktion bereits Anfang 2015. Die Gespräche mit den Eigentümern seien „lang und nicht einfach“ gewesen, über ein Jahr habe man verhandelt. Am Ende, so Grüß, setzte sich Nordsee gegen „namhafte Wettbewerber“ durch – vor allem typische Spitzenmietenzahler aus der Textilbranche.


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