Charity-Lauf nach Glasgow Lions Clubs für Kinderhilfe von Osnabrücker McGurk

Von David Hausfeld

In Osnabrück startet der Charity-Lauf bis ins schottische Glasgow. Zwei regionale Lions-Clubs (LC) unterstützen das internationale Projekt als Teilnehmer sowie Sponsor und spendeten „Kilometergeld“. Von links: Hans Schulte-Nölke (Präsident des LC Osnabrück Friedensreiter), Detlef Kösters („Sportler 4 a childrens world“), Marie-Jo Wollitz (LC Osnabrück Friedensreiter), Initiator John McGurk und Jan Persoon (LC Bersenbrück-Haseland). Foto: Egmont SeilerIn Osnabrück startet der Charity-Lauf bis ins schottische Glasgow. Zwei regionale Lions-Clubs (LC) unterstützen das internationale Projekt als Teilnehmer sowie Sponsor und spendeten „Kilometergeld“. Von links: Hans Schulte-Nölke (Präsident des LC Osnabrück Friedensreiter), Detlef Kösters („Sportler 4 a childrens world“), Marie-Jo Wollitz (LC Osnabrück Friedensreiter), Initiator John McGurk und Jan Persoon (LC Bersenbrück-Haseland). Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Der Osnabrücker Läufer John McGurk wird im Juni mit seinem Verein „Sportler 4 a childrens world“ unter dem Titel „1 in 3“ einen Charity-Lauf für arme Kinder im schottischen Glasgow starten. Zwei Lions Clubs (LC) aus Osnabrücker Stadt und Land unterstützen die Tour vom Osnabrücker Rathaus nach Glasgow und rufen weitere Lions Clubs zu Beteiligung und Sponsoring auf.

Mit und für die schottische Kampagne „Children 1st“ wird der Sportler mit weiteren Läufern rund 900 Kilometer von Osnabrück über die Niederlande bis nach Schottland laufen. Eines von drei Kindern in Glasgow lebt in Armut, daher auch der Name „1 in 3“ der Charity-Aktion. „Ich bin stolz, dass sie dabei sind“, sagt McGurk über die Unterstützung des LC Osnabrück Friedensreiter und LC Bersenbrück-Hasetal. Die Organisation hätte noch einmal größeres Potenzial und weitere Netzwerke, seinen Lauf zu unterstützen.

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Ansporn an weitere Lions Clubs

„Als und für Lions“ werden Jan Persoon vom LC Bersenbrück-Hasetal und Marie-Jo Wollitz vom LC Osnabrück Friedensreiter die Strecke bis zur Fähre im niederländischen IJmuiden auf Fahrrädern bestreiten, sagt Persoon. Für jeden der rund 340 Kilometer sponsern ihre Clubs pro Person einen Euro. Ein Ansporn an weitere Lions Clubs – nicht zuletzt an die, die an der Strecke gelegen sind – es den beiden Lions-Mitgliedern und ihren Clubs gleich zu tun. Das „Kilometergeld“ von 1360 Euro spendeten die beiden bereits vorab als Scheck an den Sportler.

Internationales Projekt mit ideellem Ziel

Das Geld für die Kinderhilfe zu gewinnen, sei aber nur ein wichtiger Teil des Projektes, erklärt Hans Schulte-Nölke, Präsident der Friedensreiter. Der Lauf sei ein internationales Projekt mit einem ideellen Ziel. Die Botschaft hinter dem Lauf: Die Kinder haben eine Chance, sich gegen Armut und Missbrauch zu wehren, sagt Schulte Nölke. Die ganze Welt schaue auf Syrien, aber dass es den Menschen in Glasgow derart schlecht geht, habe sie nicht gewusst, ergänzt Wollitz. „Ich freue mich, dass ich nach 25 Jahren endlich etwas für Glasgow tun kann“, sagt McGurk.

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Lauf in die Heimat

Für McGurk ist es ein Lauf in die Heimat, er wurde in Glasgow geboren. Ein Anlaufpunkt ist deshalb auch sein ehemaliges Kinderheim in Dumfries, das heute ein Gemeinschaftszentrum ist. Er selber ist ein Opfer schwerer Misshandlungen im Kindesalter. „Ich werde diese Schmerzen nie vergessen“, sagt er. Deshalb sei der Lauf auch nicht nur für die Kinder in Glasgow, sondern um die Aufmerksamkeit für Kinder in Not in der ganzen Welt zu wecken.

Ansprechpartner und weitere Informationen

Als Ansprechpartner für Lions Clubs steht der LC Osnabrück Friedensreiter unter www.lions-friedensreiter.de zur Verfügung. Weitere Informationen zum Charity Lauf gibt es bei „Sportler 4 a childrens world“ unter www.s4acw.de.

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Beschreibung der Lions Clubs International auf ihrer Webseite www.lions.de :

„Lions Clubs International ist eine weltweite Vereinigung freier Menschen, die in freundschaftlicher Verbundenheit bereit sind, sich den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit zu stellen und uneigennützig an ihrer Lösung mitzuwirken.

Ob in Kinder- und Jugendprojekten, bei der Unterstützung Sehbehinderter oder in Ländern der Dritten Welt – Lions engagieren sich ehrenamtlich für Menschen, die Hilfe brauchen. Dabei kümmern sie sich um die Mitmenschen in ihrer Nachbarschaft genauso wie um Notleidende in aller Welt.“

„Mit 1,4 Millionen Mitgliedern weltweit ist Lions Clubs International (LCI) eine der größten Nichtregierungsorganisationen. Lions initiieren eigene Projekte oder unterstützen nützliche Projekte von Partnerorganisationen. Übergeordnetes Ziel ist dabei die Hilfe zur Selbsthilfe. Die Stiftung von Lions Clubs International (LCIF) gewährt jährlich Zuschüsse in Millionenhöhe, um weltweit humanitäre Hilfe zu gewährleisten. Neben sozialen Zielen fördern Lions auch kulturelle Projekte und setzen sich für Völkerverständigung, Toleranz, Humanität und Bildung ein.“

„Der erste deutsche Lions Club wurde 1951 in Düsseldorf gegründet. Derzeit engagieren sich in der Bundesrepublik über 51.000 Mitglieder für die Gemeinschaft und für Menschen in Not. Ursprünglich war die Lions-Bewegung in Deutschland eine reine Männersache. Das hat sich geändert. Heute gibt es auch viele Damen- und gemischte Clubs.“ (von Lions Clubs International)