Erster Jeansshop an der Hase „American Base“ in Osnabrück seit 1975 mit eigenem Stil

Von Robert Schäfer


Osnabrück. Seit 1975 gibt es in der American Base Jeans und ausgefallene Kleidung sowie im integrierten „US-Shop“ Bundeswehrbekleidung.

1975 kam die große weite Welt nach Osnabrück. Am Hauptbahnhof eröffnete der „US Warenshop“, aus dem in den folgenden Jahren die „American Base“ werden sollte. Heute wird das Geschäft bereits seit acht Jahren von Susanne Preuß geführt und befindet sich in der Gutenberg-Passage. Bis dahin war es ein weiter Weg.

„Der US Warenshop war der erste Jeansladen in Osnabrück“, berichtet Preuß. Sie selbst wurde zu der Zeit Kundin, später Mitarbeiterin, heute ist sie Inhaberin des Modegeschäfts. Damals sei vieles noch anders gewesen. „Die Jeans kamen mit dem Laster direkt aus dem Hamburger Hafen und wurden gar nicht richtig einsortiert, so schnell waren sie wieder verkauft“, berichtet Preuß. Nach Umbauten und einem Umzug an die Johannisstraße ging es für den mittlerweile in American Base umbenannten Laden 2008 in das Astoria-Gebäude an der Ecke Möserstraße/Georgstraße. Zu dieser Zeit übernahm Preuß das Geschäft, in dem sie schon seit vielen Jahren arbeitete.

Umzug in die Gutenberg-Passage

2013 wurde der Astoria-Komplex verkauft und saniert. „Ich stand vor der Frage, wie es weitergehen sollte“, erinnert sich Preuß. Der Kontakt zur Gutenberg-Passage kam eher zufällig, stellte sich im Nachhinein jedoch als Glücksfall heraus. „Hier haben wir guten Service und hervorragende Räumlichkeiten“, meint Preuß. Im Moment wird sie jedoch von der Baustelle an der Hase beeinträchtigt. „Viele Kunden kommen nicht mehr in die Gutenberg-Passage“, klagt die Geschäftsfrau. Dabei seien die Geschäfte auch während der Bauphase problemlos zu erreichen. Große Hoffnung setzt sie aber in die Brücke, die schon bald die wieder freigelegte Hase überspannen soll.

Die Jeans steht im Mittelpunkt

Vielschichtig wie die Geschichte der „American Base“ ist auch das Angebot. Im Mittelpunkt steht nach all den Jahren immer noch die klassische Jeans. „Daran haben weder Kaufhäuser noch das Internet etwas geändert“, meint Preuß. Dazu gibt es passende Oberteile. Zu den Klassikern zum Beispiel von Levi’s gesellen sich jedoch auch einige ausgewählte Stücke, die Preuß regelmäßig in den Modezentren Deutschlands einkauft. Das können ausgefallene Jeans sein oder auch mal ein schickes Oberteil. Hauptsache, es passt in das Konzept der American Base. Und das beinhaltet auch Jeans in kurzen und langen Größen. Doch nicht nur Bekleidung gehört zum Sortiment sondern auch Accessoires wie Gürtel, Handtaschen, Schmuck und Tücher.

Kollektion von Fred Perry

Exklusiv in Osnabrück vertreibt Preuß die Kollektion von Fred Perry. Das In-Label aus England genießt in einigen Kreisen geradezu Kultstatus. „Die Qualität hat mich seit jeher überzeugt“, meint Preuß. Über 30 Jahre hat die American Base die Hemden, Polos oder Pullis im Angebot.

Das zweite Standbein versteckt sich heute fast etwas im hinteren Teil des Ladens. Im „US Shop“ gibt es seit jeher Bundeswehrbekleidung für Groß und Klein. Nicht nur Jugendliche schätzen die robusten Kleidungsstücke für ihre Zeltlager, berichtet Preuß. „Angler oder Jäger gehören genauso zu meinen Kunden wie junge Leute.“ Viele der Älteren kennen das Sortiment schon seit Jahren. „Aktuell ist wieder einmal der klassische olivgrüne Bundeswehr-Parka in“, sagt Preuß und lacht. „Es kommt halt immer alles wieder.“ Und Klassiker wie die Jeans sind sowieso nie wirklich weg.


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