Reparatur-Café in Osnabrück In Haste ist Sonntag handwerkliches Geschick gefragt

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Wie hier beim „Repair Café“ im Café Oase soll auch in Haste jedes bereits verloren geglaubte Stück wieder hergerichtet werden. Foto: Archiv/David EbenerWie hier beim „Repair Café“ im Café Oase soll auch in Haste jedes bereits verloren geglaubte Stück wieder hergerichtet werden. Foto: Archiv/David Ebener

Osnabrück. Ein kaputter Toaster gehört in den Müll. So sehen es zumindest viele Menschen, die kaputte Gegenstände einfach wegwerfen. In Osnabrück-Haste wird jetzt anders gedacht. Mit einem „Repair-Café“ an diesem Sonntag, 13. März 2016, möchte das Projekt „Urbane Interventionen“ der Hochschule Osnabrück der Wegwerfkultur entgegenwirken.

„Wir wollen die Menschen dazu ermutigen, defekte Gegenstände nicht einfach wegzuschmeißen“, sagt Daniel Jeschke, Projektkoordinator der Urbanen Interventionen. Stattfinden wird das Café im Dreschhaus der Nackten Mühle in Osnabrück-Haste. Ab 14 Uhr kann in entspannter Atmosphäre unter ehrenamtlicher und fachkundiger Unterstützung repariert werden.

„Wir sind dabei keine Reparaturannahmestelle, jeder muss hier selbst Hand anlegen“, betont Jeschke. Ob Kleidung, Fahrrad oder Elektrogerät – alles kann mitgebracht werden. Neben Interessierten, die sich die Reparatur eines Gegenstandes erhoffen, werden auch immer noch fachkundige Reparateure gesucht, die insbesondere bei den elektronischen Geräte zur Tat schreiten.

Bewohner riefen das Café ins Leben

Es ist das erste „Repair-Café“ in der Nackten Mühle, nicht aber das erste in Osnabrück. Das Diakonische Werk hatte Anfang März das erste Projekt dieser Art im Café Oase in der Lohstraße organisiert. Viele Interessierte kamen vorbei, und „der große Zulauf in der Lohstraße zeigt, dass in Osnabrück ein großes Interesse besteht“, sagt Jeschke. Konkurrenz gebe es zwischen beiden Projekten nicht, „ganz im Gegenteil, wir unterstützen uns gegenseitig“, betont der Koordinator.

Ins Leben gerufen wurde das Haster Reparatur-Café durch Bewohner des Stadtteils. Im Rahmen der „Stadtteilwerkstatt Haste“ konnten im vergangenen Jahr eine Woche lang Ideen gesammelt, Projekte organisiert und Fragen aufgeworfen werden, um im eigenen Stadtteil ein lebenswertes Miteinander zu schaffen. Weiterlesen: Erstes „Repair-Café“ in Osnabrück geplant

Pilotprojekt der Hochschule Osnabrück

„Urbane Internventionen“ wurde von der Hochschule Osnabrück ins Leben gerufen und ist ein Pilotprojekt der nationalen Stadtentwicklungspolitik. Gefördert wird es durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Bis 2017 möchte das Projekt die Bewohner der Stadtteile Haste, Dodesheide und Wüste für die aktive Gestaltung lebenswerter Stadtteile begeistern. Weiterlesen: Projekt der Hochschule Osnabrück sammelte Ideen für den Stadtteil

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter: www.ui-urbane-interventionen.de


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