Farbenspiel und Lichteffekte Ausstellung in Osnabrücker Ursulaschule eröffnet

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              Ursulaschüler aus verschiedenen Kunst-AGs präsentieren ihre Werke. Foto: Egmont SeilerBunte Mischung: Ursulaschüler aus verschiedenen Kunst-AGs präsentieren ihre Werke. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Einem so anspruchsvollen wie elementaren Thema der bildenden Kunst widmet sich die neue Ausstellung in der Schulgalerie des Osnabrücker Gymnasiums Ursulaschule. „Licht und Farbe“ haben die Schüler in unterschiedlichen Facetten auf die Leinwand gebracht.

Osnabrück. Ausgangspunkt war dabei die Verschmelzung beider Elemente in den farbintensiven Darstellungen auf den Kirchenfenstern des Doms, die eben erst durch Licht ihre Wirkung entfalten. Darauf basierende Skizzen auf Papier wurden in einem nächsten Schritt von den Schülern in freier Form auf die große Leinwand übertragen, um letztlich mit „vollkommen ungegenständlicher Malerei“ zu experimentieren, wie Kunsthistorikerin Friederike Dorner als Mitarbeiterin des Diözesanmuseums in ihrer thematischen Einführung die „kluge und mutige“, sukzessiv abstrahierende und komplexe pädagogische Herangehensweise beschrieb, sich mit diesen beiden zentralen künstlerischen Grundkategorien auseinanderzusetzen. „Total begeistert“ zeigte sie sich von der „beeindruckenden Qualität“ der Bilder, die von einer „offenkundigen Begabung“ zeugten.

Sie seien „Ausdruck der jeweils persönlichen Beziehung zum Licht“ und eröffneten ihrem Betrachter eine „Dimension hinter dem Bild, die über die Endlichkeit hinaus“ gehe, betonte außerdem Schulleiter Rolf Unnerstall in seiner Begrüßungsrede in Anspielung auf ein Goethe-Zitat. Während das Exponat „Indisch Gelb“ der Gastkünstlerin Regina Schönfeld das Thema anhand einer kontrastiven Hell-Dunkel-Dramatik beleuchtet, ist es den Schülern gelungen, mit additiven Farbkontrasten mal wuchtig und mal zurückhaltend die gesamte Vielfalt von Licht und Farbe auszuloten.

Kompetenzen für das Leben gelernt

AG-Leiterin Marina Stern ist es nicht leicht gefallen, aus den zahlreichen Werken der jahrgangsübergreifend insgesamt mehr als 30 Teilnehmer der aufeinander aufbauenden Arbeitsgemeinschaften „Kleiner Kunstsalon“, „Kunst für Fortgeschrittene“ und „Mappenvorbereitung“ diejenigen für die Ausstellung herauszusuchen. Dass Kirchenfenster abzuzeichnen eine „enorme Herausforderung“ ist, weiß sie noch aus ihrer eigenen Schulzeit. Sieben Jahre später können nun ihre Schüler stolz darauf sein, sich dieser Herausforderung gestellt und dabei auch ganz allgemeine Kompetenzen für das Leben gelernt zu haben.

Denn bildende Kunst schärft das genaue Beobachten, fördert die Kombinationsfähigkeit und das kreative Denken. Sie fordert dazu auf, gewohnte Denkpfade zu verlassen, sich dabei einem möglichen Scheitern auszusetzen und dennoch durchzuhalten, indem man empathisch und kompromissbereit Problemlösungsstrategien entwickelt. Gelingt es schließlich, erzeugt das von Noten- und Leistungsdruck befreite schöpferische Tun nicht zuletzt auch Freude und Zufriedenheit.


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