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09.03.2016, 17:27 Uhr SYSTEMWECHSEL OHNE ALTERNATIVE

Umstieg auf E-Busse in Osnabrück ein teures Wagnis

Ein Kommentar von Sebastian Stricker


Unter Strom: Batterie-Füllstandsanzeige in einem Osnabrücker Elektrobus. Foto: Hermann PentermannUnter Strom: Batterie-Füllstandsanzeige in einem Osnabrücker Elektrobus. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Der Systemwechsel im Osnabrücker ÖPNV – weg vom Diesel, hin zum Strom – ist nicht ohne Risiko. Doch zum Umstieg auf Elektrobusse gibt es keine Alternative.

Einer muss den Anfang machen. Beim Thema Elektrobusse im ÖPNV haben die Stadtwerke Osnabrück beschlossen, national eine Vorreiterrolle einzunehmen und ab 2020 eine komplette, wichtige Linie mit batteriebetriebenen Fahrzeugen zu betreiben. Es ist ein teures Wagnis. Und natürlich kann es schiefgehen.

Doch das Vertagen des Systemwechsels – weg vom Diesel, hin zum Strom – würde die Probleme im Stadtverkehr auch nicht lösen. Der Verzicht darauf erst recht nicht. Im Gegenteil: Nur abgasfreie Antriebstechnik, die im großen Stil eingesetzt wird, kann dazu beitragen, krankmachende und stinkende Schadstoffe in der Luft (wie sie gerade in der Osnabrücker City nachweislich in viel zu hoher Konzentration vorhanden sind) zu verringern. Und nur lautlose Elektromotoren helfen, Verkehrslärm zu reduzieren, über den sich viele Bürger zu Recht beklagen.

Das viele Fördergeld, welche die Stadtwerke beim Land und anderswo für den Kauf von 40 Gelenk-E-Bussen einsammeln, federt das finanzielle Risiko ab. Und die Fahrzeughersteller werden auch nur bei entsprechender Nachfrage ein passendes Angebot machen – und es fortlaufend verbessern.


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