Gefeiert wird nicht Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück wird 25 Jahre alt

Die größte Umweltstiftung Europas wird 25 - und feiert nicht. Foto: Archiv/Jörn MartensDie größte Umweltstiftung Europas wird 25 - und feiert nicht. Foto: Archiv/Jörn Martens

Osnabrück. Die größte Umweltstiftung Europas wird 25 - und feiert nicht. Zum Jubiläum hat sich die Deutsche Bundesstiftung Umwelt neue Förderleitlinien gegeben. Klimawandel, Biodiversität und Nachhaltigkeit sind die Aufgaben der Zukunft.

Am 1. März 1991 nahm die Geschäftsstelle in Osnabrück ihre Arbeit auf. In die Zukunft geht die Stiftung mit internen Veränderungen, die die interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessern sollen, und mit neuen Förderrichtlinien. „Die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen sind so gigantisch, dass wir im gesellschaftlichen Interesse zukünftiger Generationen unsere Anstrengungen noch intensivieren werden“, sagt DBU-Chef Heinrich Bottermann.

Keine Feier geplant

Eine Feier hat die größte Umweltstiftung Europas nach Angaben ihres Sprechers Franz-Georg Elpers nicht vorgesehen. „Wir haben erst vor fünf Jahren unser 20-jähriges Bestehen mit einem Festakt begangen.“

Die DBU will künftig die Möglichkeit haben, schnell auf aktuelle Probleme und Diskussionen reagieren zu können. Das Förderprogramm ist aufgeteilt auf 13 Themenfelder - vom nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln über erneuerbare Energien bis zum Schutz des Grund- und Oberflächenwassers. Zusätzlich gibt es noch eine themenoffene Förderung. 80 Prozent der Fördermittel sollen künftig in die 13 bereits definierten Themenbereiche fließen, 20 Prozent gehen in den offenen Bereich. „Wir sind darauf angewiesen, dass die Leute auf uns zukommen. Damit erhalten wir uns Flexibilität“, sagt Elpers.

Klimawandel als wichtige Aufgabe

Wichtige Aufgaben sieht die Umweltstiftung vor allem beim Klimawandel, dem drohenden Verlust der Artenvielfalt, in der Verschwendung von Ressourcen sowie bei schädlichen Emissionen. Gefördert werden innovative Ansätze kleinerer und mittlerer Unternehmen - zum Beispiel, wenn es um effizientere, wasser- und chemikaliensparende Reinigungsverfahren geht.

Die Stiftung unterstützt auch die Forschung von Hochschulen und die Umweltbildung. Ein bekanntes Projekt war beispielsweise die Zusammenarbeit mit der Stiftung der bekannten Fernsehköchin Sarah Wiener, bei der Erzieher zu „Ernährungsbotschaftern“ geschult wurden, um auf gesunde Ernährung in Kitas zu achten.

Salzgitter-Privatisierung als Grundstock

Schon im Herbst 1989 wurden die Weichen für die Gründung einer Bundesumweltstiftung gelegt. Der damalige Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) stellte den Erlös aus der Privatisierung der bundeseigenen Salzgitter AG dafür zur Verfügung.

Die Stiftung hat ihren Haushalt gut geführt: Das ursprüngliche Stiftungskapital von 1,28 Milliarden Euro wuchs auf aktuell 2,1 Milliarden Euro. 1,6 Milliarden Euro Fördermittel wurden in mehr als 9000 Förderprojekte gesteckt.


0 Kommentare