zuletzt aktualisiert vor

Ärger wegen fehlender Rettungsgasse A33 bei Osnabrück nach Unfall wieder frei

Die A33 bei Osnabrück ist nach Angaben der Polizei aufgrund eines Unfalls in Fahrtrichtung Bielefeld gesperrt. Foto: NordwestmediaDie A33 bei Osnabrück ist nach Angaben der Polizei aufgrund eines Unfalls in Fahrtrichtung Bielefeld gesperrt. Foto: Nordwestmedia 

Osnabrück. Wegen eines Unfalls war die A33 beim Osnabrücker Südkreuz am Dienstagmittag zeitweise voll gesperrt. Ärgerlich: Die Einsatzkräfte hatten Probleme, bis zur Unfallstelle vorzudringen, weil keine Rettungsgasse gebildet wurde.

Laut Polizei war eine 54-Jährige auf einen Absicherungsanhänger gefahren und dabei verletzt worden. Gegen 13.12 Uhr prallte die in Richtung Bielefeld fahrende Frau auf den auf dem Seitenstreifen stehenden Anhänger der Autobahnmeisterei. Der Anhänger sollte auf eine Tagesbaustelle aufmerksam machen.

Ungebremster Aufprall

Nach Zeugenaussagen fuhr die Unfallverursacherin ungebremst mit ihrem VW Lupo auf. Ein Rettungswagen brachte sie anschließend in ein Krankenhaus. Der Grad ihrer Verletzungen ist aktuell noch unklar. Durch die Wucht des Aufpralls kippte der Anhänger um. Am Anhänger und dem Kleinwagen entstand Totalschaden. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf 15.000 Euro. Wegen Reinigungsarbeiten war am Nachmittag nur eine Fahrbahn frei.

Fehlende Rettungsgasse

In einem bei Facebook von der Initiative „Bei Stau immer Rettungsgasse“ veröffentlichten Video wird deutliche Kritik an dem Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer geäußert. Viele Pkw- und Lkw-Fahrer gleichermaßen hatten sich nicht an der Bildung eine Rettungsgasse beteiligt. Den Einsatzkräften wurde somit die Zufahrt zum Unfallort erschwert. Auf den Bildern ist zu sehen, wie ein Rettungsassistent aus seinem Fahrzeug aussteigen und Autofahrer einweisen muss. In dem Video bezeichnet Gerhard Glane von der Feuerwehr Georgsmarienhütte das Verhalten der Autofahrer als „katastrophal“. Fehlende Rettungsgassen würden zu gefährlichen Verzögerungen führen.