Drei Tage Programmieren für Flüchtlinge „Hack for humans“ in Osnabrück gestartet


Osnabrück. Am Freitagnachmittag startete in der Osnabrücker Altstadt ein dreitägiger „Hackathon“ mit dem Titel „Hack for humans“. Dahinter verbirgt sich ein Treffen von Computerkennern, die im konkreten Fall bis zum Sonntagnachmittag nützliche Software-Produkte für Flüchtlinge entwickeln wollen. 

Maßgeblich organisiert und initiiert wurde die Wochenendveranstaltung von Marco Witzmann, der als Satelliten-Ingenieur in Bremen arbeitet und vor einigen Jahren Deutscher Meister im Debattieren war. „Meine Freundin studiert in Osnabrück am Institut für Migrationsforschung, allein deshalb habe ich mit dem Thema Flüchtlinge regelmäßig Kontakt“, sagte Witzmann im Gespräch mit unserer Redaktion. 

Digitale Lösungen für aktuelle Probleme

Als Ingenieur sei er es gewohnt, technische Lösungen für einfache Alltagsprobleme zu entwickeln. Zusammen mit seinem Studienkollegen Stephan Liebscher entwickelte er dann die Idee, einen Hackathon für Flüchtlinge ins Leben zu rufen. 

„Wir wollen digitale Lösungen für aktuelle Probleme finden“, sagte Witzmann. Die digitalen Lösungen können Internetseiten oder Apps sein, die ein verständnisvolleres Miteinander erleichtern und allen Beteiligten eine Orientierungshilfe für die derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklungen geben könnten. 

Offenheit als Prinzip

Eine enge thematische Vorgabe existiert dabei nicht. „Das Prinzip eines Hackathons ist es, offen zu sein.“ Um den Teilnehmern der Veranstaltung einen Eindruck davon zu geben, in welche Richtung ihre Lösung gehen können, startete die Veranstaltung am Freitag damit, dass Flüchtlinge und Organisationen den Programmierern vorstellten, welche Themen und Probleme den Alltag der Flüchtlinge bestimmen. 

Knapp 30 Teilnehmer hatten sich für den dreitägigen Hackathon angemeldet; mit dieser Resonanz zeigten sich die Organisatoren mehr als zufrieden. Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem vom Asta der Universität Osnabrück und von der Netrocks GmbH, in deren Räumen der Hackathon stattfindet.

Sprungbrett in den Job

Wolf Goertz von Netrocks zeigte sich ebenfalls begeistert von der Resonanz, vor allem freute es ihn, dass auch sieben Flüchtlinge als Programmierer und Ideengeber am Hackathon teilnehmen. „Einer der Flüchtlinge kommt aus der Nähe von München – und der hat sich auch gleich bei uns beworben und ein Bewerbungsgespräch vereinbart.“  


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