Bald separate Richtungsspuren Umbau der Osnabrücker Todeskreuzung in den Sommerferien

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Osnabrück. Die Todeskreuzung Johannistorwall/Kommenderiestraße wird erst in den Sommerferien umgestaltet. Zurzeit werde die Planung erarbeitet, erklärte Jürgen Schmidt vom Fachdienst Straßenbau auf Anfrage.

Abbiegende Lastwagen sind an der berüchtigten Straßenecke schon mehrfach zur Todesfalle für Radfahrer geworden. Die Stadt will deshalb die Spuren für Rechtsabbieger und Geradeausverkehr voneinander trennen. Zugleich sollen die Ampelphasen für Radler nicht mehr mit denen für die Rechtsabbieger zusammenfallen.

Warnschild reicht nicht

Einen entsprechenden Beschluss fasste der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt bereits Ende November. Zuvor hatte es bereits kleinere Veränderungen an der Kreuzung gegeben. So wurden ein Warnschild für Radler und ein Spiegel für Lkw-Fahrer aufgestellt, um auf die Gefahr im toten Winkel hinzuweisen. Aber erst der Umbau sei ein konsequenter Schritt, um das traurige Kapitel der tödlichen Unfälle zu beenden, hatte Stadtbaurat Frank Otte in der Ausschusssitzung erklärt.

Als einzige Ratsfraktion sprach sich die CDU gegen die Umgestaltung aus, weil sie einen Rückstau auf dem Wall fürchtet. Stein des Anstoßes ist eine geplante Fahrbahnverengung für den Verkehr in Richtung Hauptbahnhof. Ein von der Stadt beauftragter Verkehrsgutachter hatte jedoch berechnet, dass der Verkehrsfluss nicht behindert würde.

Kein Verkehrschaos

Die Details der Planung werden derzeit im neuen Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen festgelegt. Mit der Umgestaltung der Kreuzung wollen die Planer aber die Sommerferien abwarten, um kein baustellenbedingtes Verkehrschaos zu provozieren, wie der kommissarische Fachbereichsleiter Jürgen Schmidt vermerkt. Für den Umbau der Kreuzung hat die Stadt 110000 Euro kalkuliert.

Hier geht‘s zum Video, auf dem die Umgestaltung erklärt wird.

Tödliche Unfälle in Osnabrück:


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