60 Aussteller im Autohaus Härtel Besucherandrang in der „Welt des Modellbaus“ in Osnabrück

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rs Osnabrück. Wenn die Eisenbahnfreunde Osnabrück zur Ausstellung „Welt des Modellbaus“ bitten, kommen die Besucher in Scharen. 60 Aussteller zeigen am Sonntag noch bis 18 Uhr im Autohaus Härtel Züge, Autos und Flugzeuge im Miniaturformat.

Große Welten im Kleinen nachbauen: Das ist die Idee des Modellbaus. Eisenbahnen, Autos, Flugzeuge, Schiffe und vieles mehr gibt es in den Hallen, wo sonst große Autos verkauft oder repariert werden. Die Eisenbahnfreunde Osnabrück haben wieder Aussteller aus ganz Deutschland nach Osnabrück gelockt.

Gesteuert wird meistens digital

Gerade bei den Modellbaueisenbahnen hat sich viel verändert. „Natürlich kann man eine Eisenbahn auch heute noch mit einem Trafo fahren“, beschreibt Jürgen Wiethäuper, Vorstand der Eisenbahnfreunde Osnabrück, die heutige Modellbaueisenbahn. Gesteuert werde meistens digital und vom Rechner aus. „Wir steuern unsere Vereinsanlage mit sechs PCs“, berichtet der Modellbaufreund.

Die aktuellen Systeme werden auf der Messe präsentiert und erklärt. Zu sehen gibt es unter anderem auch eine Vielzahl unterschiedlicher Spurstandards. Besonders stolz ist Wiethäuper auf die große Spur-1-Bahn: „Solche Bahnen sind selten, weil kaum jemand Platz für so große Maßstäbe hat.“ Direkt daneben finden sich die sehr kleine Spur N oder die beliebte Spur 0.

Liebe zu ferngesteuerten Trucks

Gerade bei den jüngeren Modellbauern sind ferngesteuerte Modell beliebt. Autos mit elektrischen Antrieben oder Verbrennermotoren bieten nicht nur den Modellbauspaß, sondern sind danach teilweise echte Rennmaschinen. Etwas geruhsamer geht es auf dem großen Truckplatz zu. Dort spielen vor allem die „großen Kinder“. Erwachsene und Kinder teilen gleichermaßen die Liebe zu ferngesteuerten Trucks, Baggern und vielen anderen Baumaschinen.

Geflogen wird natürlich auch. Hubschrauber, Propellermaschinen oder auch Flugzeugmodelle mit Raketenantrieb sind die Hingucker. In abgeschirmten Bereichen surren die kleinen Maschinen durch die Luft. Die turbinengetriebenen Modelle können in den Hallen natürlich nicht abheben. Sie werden oft über 250 Kilometer pro Stunde schnell und brauchen dafür eine Start- und Landebahn. Den Sound ihrer Antriebe kann man allerdings auch in der Halle bewundern.

Internet ermöglicht detailgetreue Modelle

Ruhiger geht es bei den Schiffsmodellen zu. Liebevolle, detailgenaue Nachbildungen baut beispielsweise Egon Pötter. Seine Hochseeschlepper bestechen durch feinste Details. „Das allermeiste ist selbst gebaut“, beschreibt der Modellbauer. Auf Grundlage eines Baukastens habe er begonnen, dann jedoch schnell angefangen, die meisten Teile selbst zu fertigen: „Bei einigen Bauteilen passte der Maßstab nicht, andere Details fehlten total.“ Dank des Internets gebe es genügend Fotos von den Originalen, an denen er sich orientieren könne, berichtet Pötter. Da dauere es auch schon mal zwei Jahre, bis so ein Modell wirklich fertig ist.

Andere Arbeiten werden niemals fertig. Manches Diorama treibt den Modellbaugedanken ins Extreme. Da werden dann nicht nur die Häuserfronten perfekt nachgebildet. Wenn man durch die kleinen Fenster blickt, sieht man in den Räumen Werkmaschinen, Kneipenszenen oder andere Einblicke in das Leben der kleinen „Bewohner“.


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