Aktionen am Nikolaiort Osnabrück Flashmob gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Von Nancy Knäuper

Zum One-Billion-Rising-Song „Break the Chain“ tanzten Frauen und Mädchen auf dem Nikolaiort, um auf das Thema „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ aufmerksam zu machen.Foto: Egmont SeilerZum One-Billion-Rising-Song „Break the Chain“ tanzten Frauen und Mädchen auf dem Nikolaiort, um auf das Thema „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ aufmerksam zu machen.Foto: Egmont Seiler 

Osnabrück. Mit einem Flashmob auf dem Nikolaiort und einem Infostand haben sich der Arbeitskreis Mädchenarbeit der Stadt Osnabrück, die Frauenberatungsstelle Osnabrück und der Verein „Lesbisch in Osnabrück“ an der Aktion „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ beteiligt.

In Deutschland werden durchschnittlich täglich 128 Frauen Opfer von sexuellen Übergriffen und sexueller Belästigung. Weltweit waren bereits eine Milliarde Frauen Opfer von Gewalt. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2012 die Aktion „One Billion Rising“ von der Künstlerin und Feministin Eve Ensler aus New York ins Leben gerufen, bei der Frauen aus aller Welt ihre Solidarität und Stärke demonstrieren sollen.

Internationale Kampagne

Seitdem erstmalig am 14. Februar 2013 Frauen und Mädchen rund um den Globus an der Aktion teilgenommen haben, beteiligen sich auch die Osnabrückerinnen an der internationalen Kampagne. In diesem Jahr haben der Arbeitskreis Mädchenarbeit der Stadt Osnabrück, die Frauenberatungsstelle Osnabrück und der Verein „Lesbisch in Osnabrück“ die Organisation übernommen.

Luftballons mit Postkarten

Von 10 bis 15 Uhr haben am Samstag die Mitglieder an ihrem Stand am Nikolaiort die Passanten über das Thema informiert und Informationsmaterial verteilt. „Wir sind vor allem auf junge Frauen zugegangen, um sie für das Thema zu sensibilisieren“, erzählt Simone Simon von der Frauenberatungsstelle. Zusätzlich zum Informationsmaterial wurden Display-Reinigungspads für Frauen mit dem Logo von „One Billion Rising“, „Girl Power“-Pads und Spikeys als K.O.-Tropfen-Getränkeschutz verteilt. Außerdem gab es Luftballons mit Postkarten, auf denen die Passanten ihre eigene Definition von Gewalt notieren konnten.

Weniger als 50 Teilnehmer

Zum Abschluss der Aktionen gegen Frauengewalt hatten die Organisatorinnen zusammen mit der Tanzschule Knaul einen Flashmob zum diesjährigen One-Billion-Rising-Song „Break the Chain“ organisiert. Gemeinsam tanzten sie auf dem Nikolaiort, um auf das Thema „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ aufmerksam zu machen, und erregten damit die Aufmerksamkeit der vorbeigehenden Passenten. Viele blieben stehen, auch wenn sich kaum einer traute, spontan einfach mitzumachen. Doch auch wenn der Flashmob mit weniger als 50 Teilnehmern nicht so groß war, wie erhofft, waren die Organisatorinnen trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis der Aktion. „Es hat Spaß gemacht und wir werden im nächsten Jahr wieder teilnehmen“, so Sarah Winnefeld vom Osnabrücker Mädchenarbeitskreis.


0 Kommentare