Klinikum Osnabrück Im Fall Koch schweigen alle Beteiligten

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Prof. Dr. Olaf Koch. Kehrt er ans Klinikum zurück? Archivfoto: Michael HehmannProf. Dr. Olaf Koch. Kehrt er ans Klinikum zurück? Archivfoto: Michael Hehmann

Osnabrück. Gibt es Fortschritte im Fall des fristlos entlassenen Klinikum-Chefarztes Olaf Koch? Die Beteiligten hüllen sich in Schweigen.

Anfang der Woche trafen sich die Geschäftsführung des Klinikums Osnabrück mit dem Chefarzt der Onkologie Olaf Koch zu einem Gespräch. Diese Tatsache wird bestätigt, weitere Angaben zum Inhalt und Verlauf gibt es weder vom Klinikum noch vom Anwalt des Krebsmediziners. Beide Seiten halten eisern dicht.

Gesprächsbedarf besteht in der Tat, denn Olaf Koch hat vor dem Arbeitsgericht die Wiederaufnahme seiner Arbeit am Klinikum erstritten. Sein Arbeitgeber lehnt eine Weiterbeschäftigung aber nach wie vor ab.

Im August 2015 hatte die Klinikum-Geschäftsführung eine fristlose Kündigung ausgesprochen. Sie warf dem Chefarzt Abrechnungsbetrug und Beleidigung vor. Das Arbeitsgericht gab Kochs Kündigungsschutzklage im vollen Umfang statt, weil es das Klinikum versäumt hatte, die Kündigungsgründe substanziell zu beweisen. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Betrugsverdachts. Dem Klinikum soll in den Jahren 2010 bis 2013 durch falsche Abrechnungen ein Schaden von 80000 Euro entstanden sein. Professor Olaf Koch bestreitet die Vorwürfe.


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