Verein Luftbrücke Irak spendet 10.000 Euro für Flüchtlingsarbeit der Caritas Osnabrück

Bekräftigten ihre Zusammenarbeit (von links):  Claudia Bäumer, Ludger Haukap, Bernward Toennies, Franz. Loth, Mirza Dinnayi und Stephan Bäumer. Foto: Thomas OsterfeldBekräftigten ihre Zusammenarbeit (von links): Claudia Bäumer, Ludger Haukap, Bernward Toennies, Franz. Loth, Mirza Dinnayi und Stephan Bäumer. Foto: Thomas Osterfeld

cby Osnabrück. Krieg und Terror überschatten das Alltagsleben im Irak. Seit dem Sommer 2007 organisiert deshalb der Osnabrücker Verein Luftbrücke Irak die Behandlung von schwer verletzten Kindern in deutschen Krankenhäusern. Mit einer Spende von 10.000 Euro für die Flüchtlingsarbeit der Caritas Osnabrück bekräftigt der Verein nun die Kooperation der Verbände.

50 Kinder konnten durch die Vermittlungstätigkeit des Vereins bis heute erfolgreich in Deutschland behandelt werden. Die medizinische Situation im Irak sei auch deshalb so prekär, weil viele Ärzte das Land verlassen hätten und es an Infrastruktur mangele, berichtete Mirza Dinnayi, ehemaliger Berater des irakischen Präsidenten Dschalal Talabani und heutiger Vorsitzender des Vereins. Viele Kinder mussten vor ihrer Behandlung jahrelang zuhause ausharren, ohne laufen zu können. „Vor allem medizinisch komplizierte Fälle, die im Irak nicht behandelt werden können stehen bei uns im Fokus“, so Dinnayi. ( Weiterlesen: Hilfe in Osnabrück – Ibrahim kann jetzt wieder laufen )

Bürokratische Hürden

Ohne Operation drohe den Kindern lebenslange Behinderung oder ein Leben im Rollstuhl. Allerdings gelte es, zahlreiche bürokratische Hürden zu überwinden, um den Kindern eine Behandlung in Deutschland zu ermöglichen. Für das Jahr 2016 erhoffen sich die Vereinsmitglieder vor allem weniger Probleme bei der Beantragung von Visa. ( Weiterlesen: „Luftbrücke Irak“ plant nächste Aktion – Wie Gunter Gabriel jungen Terroropfern hilft )

Freibettenfonds helfen

Neben dem Franziskus- und Marienhospital und der Paracelsusklinik wurden Kinder bisher auch in Krankenhäusern in Hannover, Hamburg und Aachen behandelt. Die entstehenden Kosten werden teilweise durch die Freibettenfonds aufgefangen. Dabei wird die medizinische Betreuung der Kinder von den Ärzten und dem Pflegepersonal ehrenamtlich übernommen und die Kosten für Medikamente und Operationen durch den Fonds beglichen. ( Lesen Sie auch: Mit Luftbrücke aus dem Tal des Leidens )

Flüchtlingskinder profitieren

Zwischen vier bis zwölf Wochen dauere ein Aufenthalt, während dessen die Kinder in Gastfamilien untergebracht seien. „Für die Unterstützung durch die Gastfamilien sind wir sehr dankbar“, so Dinnayi, der deutscher Staatsbürger ist und zwischen dem Irak und Deutschland pendelt. Mit der symbolischen Scheckübergabe an die Caritas Osnabrück im Hotel Walhalla brachte der Verein nun seine Anerkennung für die bisherige vielfältige Unterstützung durch den Caritasverband zum Ausdruck. Verwendet wird der Betrag für den Migrationsfond der Caritas Osnabrück, welcher der Nothilfe dient. Von der Summe werden vor allem Flüchtlingskinder und -familien profitieren. Diözesan-Caritasdirektor Franz Loth dankte den anwesenden Vereinsmitgliedern für die Spende und hob das gemeinsame Bemühen hervor, die Situation Notleidender zu verbessern. ( Mehr zum Thema Flüchtlinge finden Sie auf unserer Themenseite )


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