„Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ Spieleautor Kai Haferkamp erfüllt sich Kindheitstraum

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Nürnberg. Der Osnabrücker Spieleautor Kai Haferkamp hat zur Geschichte von „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ ein Kinderspiel entwickelt und sich damit selbst einen Kindheitstraum erfüllt. Während der Spielwarenmesse in Nürnberg wurde das Brettspiel kürzlich vorgestellt. Mit dabei: das Original-Fliewatüüt.

Kai Haferkamp ist Spezialist dafür, Kinderspiele zu erfinden, die Literatur als thematische Vorlage haben. So war es beispielsweise bei „Das kleine Gespenst“, für das der Osnabrücker im Jahr 2005 den Preis „Kinderspiel des Jahres“ erhielt. Schon als Kind hatte ihn das gleichnamige Werk Otfried Preußlers fasziniert. Und auch die Buchverfilmung von Boy Lornsens „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“, die 1972 als Puppenspiel ins Fernsehen kam, hinterließ bei dem heute 48-Jährigen bleibenden Eindruck. „Der Vierteiler war der schönste Film meiner Kindheit“, schwärmt Haferkamp noch heute. Mehr als 15 Jahre lange versuchte der Spielautor zuletzt, einen Produzenten für seine Verspielung des Literatur- und TV-Klassikers zu finden. Nun hat er ihn in dem Günzberger Verlag Huch! & friends gefunden. „Ein Kindheitstraum erfüllt sich“, freut sich der Autor.

Während der Spielwarenmesse in Nürnberg wurde der Brettspiel-Prototyp nun zunächst dem Fachpublikum präsentiert. Die fertige Spiel selbst erscheint erst später im Jahr – rechtzeitig vor Start des neuen Kinofilms „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“, der im kommenden Dezember anläuft.

Bei Haferkamps Spiel geht es wie in der Buchvorlage darum, dass der Junge Tobbi gemeinsam mit dem Roboter Robbi drei Aufgaben lösen muss – und noch zusätzliche Abenteuer erlebt und Rätsel zu knacken hat. Das Duo ist in dem von Tobbi erfundenen Fliewatüüt unterwegs. Ein Vehikel, das wie ein Hubschrauber fliegen, wie ein Schiff schwimmen und wie ein Auto fahren kann und mit Himbeersaft oder Lebertran angetrieben wird.

Original-Fliewatüüt als Hingucker

Haferkamp hatte sich als Kind immer gewünscht, einmal in dem fantastischen Fliewatüüt mitzufahren. In Nürnberg wurde das nun quasi Wirklichkeit, denn der Osnabrücker hatte das Original-Fliewatüüt nicht nur im Museum für PuppentheaterKultur Bad Kreuznach gefunden, sondern zudem noch den Museumsdirektor überzeugt, das Filmmodell für die Präsentation am Messestand in Nürnberg auszuleihen. Der Hingucker am Stand des Huch-Verlags.

Der Zahn der Zeit hatte zwar schon an den Schaumstoffsitzen genagt, dennoch ließ das Fliewatüüt die Herzen der Nostalgiker höherschlagen. Insbesondere das von Kai Haferkamp, der gedanklich wieder in seine Kindheit eintauchte: „Ich weiß noch, dass ich sogar im Kindergarten in der Turnerstraße an eine Mauer, die wir Kinder mit Farben gestalten durften, zwei Dinge malte: die Tiere im Osnabrücker Zoo und daneben die Hauptfigur aus diesem Film.“


Kai Haferkamp hat mehr als 150 Spiele erfunden

Der Osnabrücker Kai Haferkamp gehört zu den erfolgreichen Autoren von Kinderspielen. Weit mehr als 150 Spiele hat der 48-Jährige bereits veröffentlicht – und jährlich kommen neue hinzu. Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg wurde nicht nur sein „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ (Huch! & friends) angekündigt“, sondern auch weitere Titel. So wird zum Beispiel „Das kleine Gespenst“, das 2005 mit dem Preis „Kinderspiel des Jahres“ ausgezeichnet wurde, bei Haba neuaufgelegt. Weitere Haferkamp-Neuheiten kommen in diesem Jahr zudem bei Ravensburger, Coppenrath, Schmidt und Kosmos heraus.

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