Neues pädagogisches Programm Das Auto lebt im Museum Industriekultur

Von Annika Papenbrock


Osnabrück. Mit dem Auto fahren viele jeden Tag, doch viel Wissen darüber haben die wenigsten. Genau das zeigt die neue Ausstellung im Museum Industriekultur in Osnabrück. Um Kinder spielerisch an Technik heranzuführen bietet das Museum eine neue pädagogische Ausstellung rund um das Auto an.

Bremse, Lenkung, Motor und Fahrwerk, ohne diese Bestandteile kommt ein Auto nicht aus. Doch kaum einer weiß wie eine Lenkung funktioniert. Um das zu ändern hat das Museum Industriekultur in Zusammenarbeit mit der ZF Friedrichshafen AG eine neue Dauerausstellung entworfen: „Das Auto - wie läuft’s?“.

Ausgerichtet ist die Ausstellung auf Kinder der dritten und vierten Klassen, denn „gerade die Kinder in diesem Alter sind sehr neugierig“, sagt Rolf Spilker, Geschäftsführer des Museums. Spielerisch lernen die Kinder das Auto kennen, wie Zahnräder funktionieren und wie die Bremse mittels Hebelwirkung seine volle Wirkung entfacht. Der zehnjährige Lorentim hat richtig Spaß bei der Sache: „Mir gefällt jede Station, doch die Lenkung zusammenzubauen war am besten“.

Anregung von Oldtimer-Fans

Damit Kinder so viel Spaß bei der Sache haben, war einiges zu beachten. „Wir mussten viele Texte stark umformulieren und mehr mit Bildern arbeiten“, sagt Jan Toennies, Museumspädagoge. Kompliziertes mit einfachen und anschaulichen Abläufen erklären, das ist das Ziel der Ausstellung.

Entstanden ist die Idee durch die vielen Oldtimer-Interessenten die das Museum oft besuchen. „Von denen konnte mir niemand erklären, wie eine Lenkung funktioniert“, sagt Spilker. Ein Jahr dauerte die Entwicklung der Ausstellung, von der Idee bis zur Fertigstellung mit seinen sechs Stationen in Werkstattoptik.

Es gibt bereits Anfragen von Schulen die Ausstellung mit ihren Klassen zu besuchen. Wer die Ausstellung gerne im Kreis der Familie kennenlernen möchte, kann dies im Rahmen eines Kindergeburtstages machen, welche in den Ausstellungsräumen gefeiert werden können.