19. Eversburger Musikabend Geschmeidige Stimmen mit schönen Interpretationen

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Osnabrück. Facettenreich waren die Auftritte der Chöre und Musikgruppen beim 19. Eversburger Musikabend in der Liebfrauenkirche. Der zweistündige bunte Reigen aus kirchlichen Liedern, Operettenmelodien, Volksliedern und populärer Musik traf auf den Beifall des mit 300 Zuschauern ausverkauften Konzerts.

Alle zwei Jahre, seit nunmehr 38 Jahren, treten im Rahmen des Musikabends Chöre, Musikgruppen und Einzelinterpreten vor das Publikum. In diesem Jahr wurde die Traditionsveranstaltung vom MGV Abendglocke ausgerichtet, der ein umfangreiches Programm mit mehr als zwei Dutzend Liedern der verschiedenen Interpreten auf die Beine gestellt hatte.

Eröffnet wurde der Reigen von der St.-Michaelis-Band, geleitet von Manfred Dominik, die rockige Klänge in die Kirche streute. „Down a Burning Road“ und das atmosphärenreiche „People help People“ stießen auf den ungeteilten Beifall des Publikums, das zum überwiegenden Teil wegen der angekündigten Chormusik gekommen war, aber auch anderen Musikströmungen aufgeschlossen lauschte.

„Moskauer Nächte“

Der MGV Gretesch unter der Leitung von Holger Dolkemeyer knüpfte mit der deutschen Fassung des englischsprachigen Klassikers „Amazing Grace“ an, sang danach lyrisch und gefühlvoll „Über der Domstadt“ und endete locker-beschwingt mit „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“. Dann gehörte das Podium dem Familienchor Liebrecht, der in familiärer Geschlossenheit eine wunderschöne Interpretation der „Moskauer Nächte“ mitgebracht hatte. Der gemischte Chor, angeführt von Viktor Liebrecht, der gleichzeitig den MGV Abendglocke leitet, bestach auch bei den folgen Liedern, einem Spiritual und einem Gospelsong, durch klangliche Geschlossenheit und geschulte Stimmen.

Letzteres lässt sich ohne Einschränkung auch von Britta Franzen und Jutta Meyer-Neuhaus sagen. Horst Meyer, der den Musikabend kenntnisreich moderierte, begrüßte die beiden Sängerinnen als alte Bekannte, „zwei Frauen, die der Abendglocke seit Jahren eng verbunden sind“. Die Sopranistin Franzen und ihre Duettpartnerin sangen gemeinsam das „Kyrie“ von Chaminade, bevor die Mezzosopranistin Meyer-Neuhaus anrührend „Ave Maria“ anstimmte. Die Klavierbegleitung lag in den Händen von Erich Waglechner, früherer Kapellmeister der Städtischen Bühnen.

Verdienter Applaus

Ihnen folgte der Kirchenchor St. Michaelis, geleitet von Markus Doering. Die Sänger und Sängerinnen wechselten souverän vom Kirchenlied („Alle Gedanken, die ich habe“) zum Schlager, als sie Peter Kreuders „Sag beim Abschied leise Servus“ erklingen ließen. Solistisch ging es weiter, als Karsten Kiel in Basslage „Es war einmal“ aus Paul Linkes Operette „Im Reich des Indra“ präsentierte und ebenso wie seine Vorgängerinnen verdienten Applaus aus dem Publikum erhielt.

Der gemischte Chor Sängerlust aus Pye (Leitung: Irina Moser) glänzte mit geschmeidigen Stimmen und agierte oft drei- und vierstimmig. „Weit, weit weg“ von Hubert van Goisern und das alte Volkslied „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“ verzückten die Zuhörer. Nach zwei Operettenauszügen der Solistinnen Franzen und Meyer-Neuhaus nahm der gastgebende MGV „Abendglocke“ Aufstellung. Kraftvoll und dennoch mit Eleganz meisterten die Herren so verschieden Titel wie „Kein Wunder dieser Welt“, „Küss mich, halt mich, lieb mich“ und „Santiano“. Der Schlussakkord gehörte wieder der Michaelis-Band, die das hoch zufriedene Publikum mit „500 Miles“ und „My sweet Lord“ verabschiedete.


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