Geruch verrät Marihuanazüchter Polizei entdeckt kleine Hanfplantage in Osnabrück-Wüste

Die Polizei hat nach eigenen Angaben am Dienstagnachmittag rund 20 Marihuanapflanzen in einer Plantage im Osnabrücker Stadtteil Wüste sichergestellt. Symbolfoto: dpa/Abir SultanDie Polizei hat nach eigenen Angaben am Dienstagnachmittag rund 20 Marihuanapflanzen in einer Plantage im Osnabrücker Stadtteil Wüste sichergestellt. Symbolfoto: dpa/Abir Sultan

Osnabrück. Die Polizei hat nach eigenen Angaben am Dienstagnachmittag rund 20 Marihuanapflanzen in einer kleinen Plantage im Osnabrücker Stadtteil Wüste sichergestellt.

Wie die Polizei in einer Presseinformation mitteilt, wurde ihr am Dienstag ein erheblicher Marihuanageruch aus einem Mehrparteienhaus in der Schreberstraße gemeldet. Als die Beamten das Haus betraten, um dem Hinweis nachzugehen, verzögerte ein 20-jähriger Mann den Weg der Beamten in Richtung Dachgeschoss. Währenddessen ging eine ebenfalls 20 Jahre alte Hausbewohnerin durch das Treppenhaus und bewegte sich nach dem Erblicken der Polizisten zügig ins Dachgeschoss. (Weiterlesen: Geocacher finden Drogenversteck in Osnabrück)

Hanfpflanzen in Wohnung gefunden

Einige Zeit später, und nachdem weitere Beamte vor Ort eingetroffen waren, konnte die Wohnung eines 22-jährigen Mannes in Augenschein genommen werden. Dabei stellten die Beamten mehrere Hanfpflanzen fest und es fiel auf, dass einige Blütenstöcke offensichtlich gerade erst abgeschnitten wurden. Ebenfalls konnten die Polizisten Bargeld in „szenetypischer“ Stückelung feststellen. Angaben zum Vorwurf des Anbaus und Handels mit Betäubungsmitteln wollte der 22-jährige Wohnungsmieter nicht machen. (Weiterlesen: Mehr Blaulichtmeldungen lesen Sie im NOZ-Themenportal)

Wohnungsdurchsuchung bringt Klarheit

Allerdings stellte sich heraus, dass es sich bei der 20 Jahre alten Dame um seine Freundin handelte. Aufgrund der Situation vor Ort und weiterer Ermittlungen erfolgte nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Osnabrück eine Durchsuchung ihrer Wohnung. Dort konnten die Einsatzkräfte die Blütenstämme auffinden. Sie hatte nach dem Erblicken der Polizisten die Blüten abgeschnitten und in ihrer Wohnung versteckt. Außerdem wurde auch die Wohnung des 20 Jahre alten Mannes durchsucht, der zunächst den Zutritt verzögert hatte. (Weiterlesen: Kiffen für alle? Bremer Pläne lösen Cannabis-Debatte aus)

Pflanzen sichergestellt

Die drei Beschuldigten wurden zur Dienststelle gebracht und erkennungsdienstlich behandelt. Die Pflanzen sowie weitere Beweismittel wurden sichergestellt. Die drei 20 und 22 Jahre alten Personen müssen sich nun wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Strafvereitelung und Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.


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