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Virus nach Haiti-Reise nachgewiesen Zika-Infektion bei Frau in Osnabrücker Krankenhaus

In einem Osnabrücker Krankenhaus wurde jetzt bei einer Frau das gefährliche Zika-Virus nachgewiesen. Foto: dpa/Esteban BibaIn einem Osnabrücker Krankenhaus wurde jetzt bei einer Frau das gefährliche Zika-Virus nachgewiesen. Foto: dpa/Esteban Biba

Osnabrück. In einem Osnabrücker Krankenhaus wurde im Januar bei einer Frau das Zika-Virus nachgewiesen. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes habe sie sich auf einer Reise nach Haiti mit dem Erreger infiziert.

Der Leiter des Gesundheitsdienstes für Landkreis und Stadt Osnabrück, Dr. Gerhard Bojara, bestätigte am Dienstag auf Nachfrage unserer Redaktion den Sachverhalt. Die Frau sei wegen eines „unklaren Krankheitsbildes“ in der Klinik vorstellig geworden. Nach ausführlichen Laboruntersuchungen sei schließlich das Zika-Virus diagnostiziert worden.

Auf Urlaubsreise infiziert

Problematisch sei gewesen, dass zum Zeitpunkt der Untersuchungen Haiti noch nicht auf der WHO-Liste der Zika-gefährdeten Länder geführt wurde, so Bojara. Mittlerweile sei das Land jedoch in dieser Aufzählung gelistet. Bojara weist darauf hin, dass für die Bevölkerung in Deutschland aktuell keine Gefahr durch das Virus besteht. Der Erreger wird hauptsächlich durch zwei Mückenarten übertragen, die es in Deutschland nicht oder nur punktuell gebe.

Weitere Fälle bekannt

Laut Bundesgesundheitsministerium sind von Oktober 2015 bis Januar 2016 fünf bestätigte Fälle bei Reiserückkehrern aufgetreten. Eine Ansteckung in Deutschland ist nicht bekannt. (Weiterlesen: Was ist das Zika-Virus und wie gefährlich ist es?)


Übertragen wird das Zika-Virus durch Mücken. Bei den bisher bekannten Ausbrüchen wurde das Virus durch die Mücke Aedes aegypti übertragen, die auch als Gelbfiebermücke bekannt ist. Experten vermuten allerdings, dass auch die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die auch in Deutschland auf dem Vormarsch ist, die Krankheit übertragen kann. Darüber hinaus kann der Erreger möglicherweise auch über sexuellen Kontakt oder bei der Geburt übertragen werden.

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