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Ungeklärte Nationalität Exhibitionist vom Osnabrücker Hauptbahnhof bleibt in Haft

Weil zu befürchten ist, dass er nicht zu seiner Gerichtsverhandlung erscheint, bleibt der am Sonntag in Osnabrück festgenommene Exhibitionist in Haft. Symbolfoto: Michael GründelWeil zu befürchten ist, dass er nicht zu seiner Gerichtsverhandlung erscheint, bleibt der am Sonntag in Osnabrück festgenommene Exhibitionist in Haft. Symbolfoto: Michael Gründel

Osnabrück. Gegen einen Mann, der sich am Sonntag am Osnabrücker Bahnhofsvorplatz vor zwei jungen Frauen in Scham verletzender Weise gezeigt hatte, hat das Amtsgericht Osnabrück am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Hauptverhandlungshaft angeordnet. Hintergrund ist nach Angaben von Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer die ungeklärte Identität und Nationalität des Asylbewerbers.

Wie Retemeyer auf Anfrage unserer Redaktion erklärte, wurde die Haft deshalb so schnell angeordnet, weil zu befürchten stehe, dass der zunächst vorläufig Festgenommene nicht zu seiner Gerichtsverhandlung erscheinen könnte. Hintergrund: Eine Hauptverhandlungshaft kann laut § 127b der Strafprozessordnung dann angeordnet werden, wenn eben „aufgrund bestimmter Tatsachen zu befürchten ist, dass der Festgenommene der Hauptverhandlung fernbleiben wird.“

Mann gibt unterschiedliche Nationalitäten an

Laut Retemeyer hatte der Beschuldigte angegeben, er habe vor seiner Einreise nach Deutschland im Dezember 2015 insgesamt 15 Jahre illegal in Italien gelebt. Seit 1. Januar 2016 habe er gegenüber deutschen Behörden drei verschiedene Nationalitäten (Tunesien, Marokko, Libyen) und veränderte Personalien angegeben. Zudem habe er keinen festen Wohnsitz.

Mann bestreitet sexuelles Motiv

Der Beschuldigte bestreite ein sexuelles Motiv – er habe lediglich auf dem Bahnhofsvorplatz urinieren wollen.

Der Mann hatte sich am Sonntag zwischen 9.35 und 9.50 Uhr zwei jungen Frauen am Bahnhofsvorplatz (Theodor-Heuss-Platz) in Scham verletzender Weise gezeigt. Die beiden Frauen riefen die Polizei, die schnell vor Ort war und den Tatverdächtigen in der Nähe der beiden Opfer festnehmen konnte.

Hauptverhandlung am Freitag

Der Strafrichter am Amtsgericht Osnabrück hat die Hauptverhandlung für Freitag 5. Februar, 11 Uhr terminiert.


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