„Multikulturelles Miteinander“ Neujahrsempfang der IGIS Osnabrück

Von Markus Strothmann

Engagiert für gute Nachbarschaft und Integration im Rosenplatzquartier: Seda Rass-Turgut, Petra Jeda, Ralf Märten, Inge Kammler, John McGurk, Ilka Barth (von links). Foto: Thomas OsterfeldEngagiert für gute Nachbarschaft und Integration im Rosenplatzquartier: Seda Rass-Turgut, Petra Jeda, Ralf Märten, Inge Kammler, John McGurk, Ilka Barth (von links). Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. In zwangloser Atmosphäre sind am Sonntag Anlieger der Interessengemeinschaft Iburger Straße (IGIS) im Paulusheim zusammengekommen. Beim Neujahrsempfang blickte man gemeinsam zurück auf bisher Erreichtes – vor allem aber nach vorn auf kommende Herausforderungen.

Die Vorsitzende der IGIS, Petra Jeda, begrüßte die Gäste und zeigte sich positiv überrascht, dass am Sonntagmorgen so viele gekommen waren. Ralf Märten, Schriftführer sowohl der IGIS als auch des Peter-Jeda-Fonds, sprach über die wachsende Bedeutung der Integrationsarbeit der Interessengemeinschaft und betonte, es sei jetzt besonders wichtig, „keine Ermüdungserscheinungen zu zeigen bei der Hilfe für Flüchtlinge. Wir dürfen nicht denen folgen, die mit Kälte im Herzen das Deutschsein für sich reklamieren“.

Die Integrationsbeauftragte der Stadt, Seda Rass-Turgut, legte Wert darauf, in erster Linie als Bewohnerin des Stadtteils gekommen zu sein. Vor ihrem Zuzug lebte sie in Köln. „Wenn schon von dort nach Osnabrück, dann nur ins Rosenplatzquartier. Ich liebe einfach das multikulturelle Miteinander“, sagte Rass-Turgut.

Warnungen von Dritten, das Quartier sei „die Bronx von Osnabrück“, hätten sich nicht bewahrheitet, im Gegenteil: „Bewohner anderer Stadtteile, die sich wegen Flüchtlingsunterkünften sorgen, sollen herkommen und sich ansehen, wie es hier läuft.“ Zum Nulltarif sei Integration aber natürlich nicht zu haben, „und sie braucht Zeit“.

T-Shirts für den „Abseits“-Chor

Petra Jeda sitzt nicht nur der IGIS vor, sondern auch dem rührigen Peter-Jeda-Fonds, der nach ihrem verstorbenen Ehemann benannt wurde, der die IGIS einst gegründet hatte und zu den Trägern der Osnabrücker Bürgermedaille gehört. Petra Jeda bedankte sich für mehrere Spenden, unter anderem kam finanzielle Unterstützung vom Männergesangsverein Nahne und vom Bestattungshaus Pietsch. Ein gefördertes Projekt ist der „Abseits“-Chor der Tageswohnung für Wohnungslose an der Bramscher Straße: Die Truppe bekommt T-Shirts mit eigenem Logo – Trikots, wenn man so will. Der „Abseits“-Chor wird im Frühjahr am Deutschen Chorfest in Stuttgart teilnehmen. „Das ist doch schon die erste gute Gelegenheit, um die Shirts zu tragen“, sagte Petra Jeda. Sie hoffe, dass die Beispiele der Spender Schule machen, damit der Fonds weitere Projekte unterstützen kann.