Familiäre Atmosphäre Gereifte Musiker bei der Uni Jazznacht im Blue Note

„Drum Experience“ bei der Jazznacht. Foto: Thomas Osterfeld„Drum Experience“ bei der Jazznacht. Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Die Uni Jazznacht im Blue Note wartet auf mit einer Vielfalt von Stilen, Neuigkeiten und musikalischen Leckerbissen. In familiärer Atmosphäre zeigt sich stets eine erfreuliche Kollegialität unter den Studierenden.

Das Blue Note ist rappelvoll und der Abend lang. Wer zu spät kommt, muss stehen. Hermann Helmings Gruppe „Drum Experience“ bringt ätherische Klänge vom Xylophon, warme Harmonien der Vibraphone und mit Matthias Schmitt ein Solo auf dem Marimbaphon.

Peer Andreassons Stück „Tin Play“ nutzt neben dem üblichen Schlagwerk noch weitere Metallkörper: Leere Bierdosen, Bierfässer, große Müllbehälter und klingende Röhren von Garderobenständern. Doch alles passt zusammen.

Die Gruppe „Uni SC“ hat den letzten Auftritt. Ihre Zusammenspiel wirkt gereift. In fünf Titeln ertönen hingebungsvolle Soli auf E-Gitarre, Klavier oder Saxofon, bei denen die Musikanten bereits Persönlichkeit zeigen. Besonders frei gestaltet ist „Butterfly“ von Herbie Hancock.

Musikalische Entwicklungen

Vorangekommen ist auch die Combo „There They Step“. Alte Stücke der New Orleans und Blues-Ära werden in gut geschnittenen Arrangements von Joachim Raffel neu angeboten. Nicht nur bei „Supposing“ von Paul Dennecker hat Sängerin Nele Karolin Bicker stimmlich deutlich zugelegt. Wie erwartet, ist die Big Band unter Leitung von Peter Witte der Höhepunkt des Abends. Ausschließlich eigene Stücke werden gespielt. Zum „Hofkomponisten“ der Uni hat sich dabei zweifellos der Student Minh Voong entwickelt. Aber auch Peter Witte lässt nicht locker. In seiner funkigen Komposition „Teapot“ duettieren Saxofone und Posaunen aus voller Lunge.

Neue Gruppen

Die Combo „Croc“ kommt ganz ohne Bläser aus. Ihren trockenen Sound machen die Singstimmen von Jonas Janßen und Feelia Küster geschmeidig, vor allem im Duett.  Den ersten Auftritt hat die Formation „Flaw And Order“. Sie spielt einen sehr fließenden Freejazz, dominiert vom Saxofon. Damit wird das Publikum bis weit nach Mitternacht bei Laune gehalten.


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