Beresa als Standort im Gespräch Wasserstofftankstelle: Osnabrück muss sich noch gedulden


Osnabrück. Die ersten Autos mit Brennstoffzellenantrieb rollen schon über Deutschlands Straßen, aber im Großraum Osnabrück gibt es derzeit keine Wasserstofftankstelle. Osnabrück ist zwar weiterhin als Standort im Gespräch, auf der Prioritätenliste der Investoren haben inzwischen allerdings andere Städte die vorderen zehn Plätze eingenommen. In Osnabrück gilt das Autohaus Beresa unweit der Autobahnabfahrt Hellern derzeit als aussichtsreicher Bewerber für eine H2-Station.

Schon vor zwei Jahren gab es konkrete Überlegungen, eine Wasserstofftankstelle bei Auto Weller zu bauen. Die Firma Air Liquide, ein französischer Hersteller technischer Gase, wollte möglichst kurzfristig investieren. Zuschüsse der Förderini

Starten Sie jetzt Ihren kostenlosen Probemonat!

Schließen Sie jetzt den kostenfreien Probemonat ab, um diesen Artikel zu lesen. Alle weiteren Inhalte auf unserer Webseite und in der App „noz News“ stehen Ihnen dann ebenfalls zur Verfügung.
Probemonat für 0 €
Anschließend 50% Rabatt für 3 Monate (4,98€/mtl.) | Monatlich kündbar
paypal express
Sind Sie bereits Abonnent der gedruckten Zeitung?

Explosiv, aber sauber: Wasserstoff aus Wind- oder Solarstrom

Kein CO2, kein Feinstaub, keine Stickoxide: Die Brennstoffzelle arbeitet emissionsfrei. Aus dem Auspuff entweichen lediglich Wassertropfen. Wasserstoff und Sauerstoff reagieren in der Brennstoffzelle ohne Verbrennungsflamme. Dabei entsteht Strom, der einen Elektromotor antreibt.

Wasserstoff lässt sich mit Tankwagen transportieren. Der Brennstoff mit der chemischen Formel H2 bietet sich als Speichermedium für regenerativ erzeugten Wind- oder Solarstrom an. Durch Elektrolyse wird Wasser in zwei Wasserstoffatome und ein Sauerstoffatom aufgespalten. Das begehrte Gas wird in Tanks zwischengelagert. In der Brennstoffzelle lässt sich die Energie dann wieder abrufen. Die Technologie bietet den Vorteil, dass Wasserstoffautos auch als Kraftwerke eingesetzt werden können, die bei Netzüberlastungen Strom einspeisen können.

Wasserstoff ist explosiv, und Knallgasreaktionen sind berüchtigt. Aber Sicherheitsexperten halten H2 nicht für gefährlicher als Benzin oder Erdgas. Diese Bewertung hat dazu geführt, dass Autos mit Wasserstofftank im Gegensatz zu gasbetriebenen Fahrzeugen auch in Tiefgaragen geparkt werden dürfen.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN