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Initiativen zum OS-Bahn-Konzept Bahnhof Rosenplatz in Osnabrück bis 2018 möglich?

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Nächster Halt Osnabrück-Rosenplatz: An dieser Brücke über der Iburger Straße soll über kurz oder lang ein Neustadt-Bahnhof entstehen. Foto: Jörn MartensNächster Halt Osnabrück-Rosenplatz: An dieser Brücke über der Iburger Straße soll über kurz oder lang ein Neustadt-Bahnhof entstehen. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Bei der Umsetzung des OS-Bahn-Konzepts 2025 mahnen Osnabrücker Verkehrsinitiativen zur Eile. Der geplante neue Bahnhalt am Rosenplatz etwa sollte ihrer Meinung nach nicht erst in zehn, sondern spätestens in fünf Jahren in Betrieb gehen. Wenn die Deutsche Bahn mitspiele, sei sogar eine Eröffnung bis 2018 möglich.

Das OS-Bahn-Konzept 2025 sieht im Kern den Ausbau regionaler Zugverbindungen vor, außerdem Halbstundentakte auf den wichtigsten Pendlerstrecken sowie die Einrichtung und Reaktivierung mehrerer kleiner Stationen in Stadt und Landkreis Osnabrück. Was den Neustadt-Bahnhof Rosenplatz angeht, sollen bereits in den kommenden Wochen die Weichen gestellt werden. Gleichwohl geht die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) eher von einer langfristigen Verwirklichung dieses Teilprojekts aus.

Start mit einem Bahnsteig

Die Initiative Haller Willem (IHW) und die Stadtbahn-Initiative (SBI) fordern deshalb mehr Elan bei der Umsetzung. „Wenn das bisherige Tempo beibehalten wird, ist es wahrscheinlich, dass wir in den nächsten zehn Jahren kaum mehr erreichen als in den letzten zehn“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung unter dem Titel „Jetzt aber sputen!“. Konkret machen sich die beiden Initiativen für einen Bau des Bahnhalts Rosenplatz bis 2020 stark. „Bei etwas gutem Willen aller Beteiligten müsste das sogar noch ein, zwei Jahre früher möglich sein.“

Erst recht, wenn zunächst die kostengünstigste, kleine Variante mit nur einem Außenbahnsteig an der Südseite realisiert würde. Dort könne dann der Haller Willem (Osnabrück – Bielefeld) Fahrgäste aufnehmen. Dass der Haltepunkt angenommen werde, sei unstreitig und ein weiterer Ausbau auch für die Regionalbahn von und nach Münster „quasi ein Selbstläufer“, sind die beiden Verkehrsinitiativen überzeugt.

Prellbock Deutsche Bahn

Zwischen Stadt, Planos und Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) gebe es Einigkeit über die Zielsetzung – nicht zuletzt wegen des ministeriellen Segens. Als „schwierigste Hürde“, die es in dem gesamten Verfahren zu nehmen gilt, betrachten sie die Deutsche Bahn als Netzbetreiber (DB Netz). Der Staatskonzern dürfe „trotz seiner Größe und Schwerfälligkeit“ nicht zum Flaschenhals einer positiven Entwicklung werden, sondern müsse ebenso wie die kommunalen und landespolitischen Akteure „so zügig wie möglich“ einen Beitrag zur Realisierung leisten.

„Wir wünschen und erwarten von der DB, dass sie in Bezug auf das OS-Bahn-Konzept und vor allem hinsichtlich des Bahnhofs Rosenplatz so zielorientiert und dynamisch agiert, dass sie die anderen örtlichen Akteure mitreißt“, betonen SBI und IHW. Damit würde die Deutsche Bahn ihrer Ankündigung von Mitte Dezember gerecht, man wolle fortan „konsequent für die Kunden“ sein.

Wichtiger als der Neumarkt

Für die Initiative Haller Willem und die Stadtbahn-Initiative sei es überaus wichtig, dass schon 2016 erste praktische Schritte unternommen werden, um „das ehrgeizige Ziel 2025“ nicht zu verfehlen. Hier seien die Politiker in Osnabrück gefordert.

„Warum nicht das OS-Bahn-Konzept und die Bahnhalte Rosenplatz, Vehrte und Alfhausen zum Wahlkampfthema machen?“, fragen die Initiativen. Das habe für die gesamte Region „eine größere Bedeutung als ein Neumarkt mit oder ohne Autos“. IHW und SBI regen an, noch vor der Kommunalwahl am 11. September eine öffentliche Informationsveranstaltung zum OS-Bahn-Konzept durchzuführen – mit örtlichen Politikern und Fachleuten, vor allem aber mit einem Vertreter von DB Netz.


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