Postkartenaktion und Demo Osnabrücker Künstler protestieren gegen Kürzungen

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Lebendige Kunstszene in Osnabrück: Sheryl Pope bei der Aktion „Tangency 2015 - Stadtvermessungen“. Foto: Gert WestdörpLebendige Kunstszene in Osnabrück: Sheryl Pope bei der Aktion „Tangency 2015 - Stadtvermessungen“. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Osnabrücks Künstler protestieren gegen Sparbeschlüsse des Stadtrates. Protestbriefe und Postkartenaktionen richten sich an Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU).

Mit einer öffentlichen Aktion am Donnerstag, 21. Januar 2015, um 16:40 Uhr wollen Künstlerinnen und Künstler gegen Streichungen im Budget der städtischen Künstlerförderung protestieren. Die Aktion findet unmittelbar vor der Sitzung des Kulturausschusses des Osnabrücker Stadtrates statt. Die Aktivitäten von Künstlern vor Ort seien als „wesentlicher

Motor für Kommunikation und Austausch in der Stadt“ zu verstehen und deshalb wertvoll, heißt es in einer Mitteilung, die Vertreter mehrerer Künstlerverbände wie „TOP.OS“, Bund Bildender Künstler (BBK), „ARTverwandt e.V.“ sowie die „Freunde der Kunsthalle Osnabrück“ unterzeichnet haben. Mit ihrem Protest wollten die Künstlerinnen und Künstler ihre Bedeutung für Stadt und Region unterstreichen, heißt es in dem von Künstlerin und Kuratorin Elisabeth Lumme übermittelten Text. Hier weiterlesen: Künstler debattieren über Sparbeschlüsse.

Der Protest richtet sich gegen die Entscheidung des Rates, den Mietzuschuss für die Stadtgalerie um 20000 Euro zu kürzen. Damit kann der Ausstellungsort von der Stadt nicht mehr weiter unterhalten werden. Der Mietvertrag wurde inzwischen nach Angaben von Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereiches Kultur der Stadt Osnabrück, zum 31. Dezember 2016 gekündigt. Der Ausstellungsort Stadtgalerie wird damit mit Ablauf des Jahres 2016 Geschichte sein. Der verbleibende Etat von 14000 Euro für Künstlerförderung soll als Projektförderung auf Antrag vergeben werden. Die Künstlerverbände fordern, die Kürzung zurückzunehmen. Mit dem Streichbeschluss habe der Rat die Künstlerförderung in Osnabrück um zwei Drittel zurückgefahren, heißt es in der Mitteilung der Künstlerverbände. Die Forderung: Die Kürzung soll zurückgenommen werden. Hier weiterlesen: Der Protest der Künstler - worum geht es?

Die Künstlerverbände wollen bis zum 21. Januar 2016 eine Unterschriftenaktion fortsetzen, bei der Unterstützer einen entsprechenden Protestbrief unterschrieben einsenden können . Mit der Aktion „Postkarte für mehr (Kunst und Vielfalt in der Stadt)“ können Bürgerinnen und Bürger ihre ganz persönliche Botschaft zum Thema Osnabrück und Kunst an Oberbürgermeister Wolfgang Griesert senden. Die Protestler haben dazu eine eigene Facebook-Seite eingerichtet. Mit leeren Bilderrahmen und weißen Leinwänden wollen die Künstler schließlich am Donnerstag, 21. Januar 2016, um 16:30 Uhr, am Eingang des Stadthauses demonstrieren. Hier weiterlesen: Beginnt der Osnabrücker Kulturabbau? Der Kommentar.


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