Sievert-Stiftung gibt Preisgeld Museumsverein lobt Kunstpreis für Osnabrück aus

Initiiert den neuen Kunstpreis: Ulrike Hamm, Vorsitzende des Osnabrücker Museums- und Kunstpreises. Foto: Gert WestdörpInitiiert den neuen Kunstpreis: Ulrike Hamm, Vorsitzende des Osnabrücker Museums- und Kunstpreises. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Der Osnabrücker Museums- und Kunstverein lobt den neuen „Osnabrücker Kunstpreis“ aus. Der Preis soll erstmals 2017 vergeben werden. Die Siewert-Stiftung bestreitet das Preisgeld.

„Der Kunstpreis Osnabrück wird zukünftig alle zwei Jahre für regionales Kunstschaffen ausgelobt“, sagte Ulrike Hamm, Vorsitzende des Museums- und Kunstvereins (MuK). Der Preis werde mit 10000 Euro, ein Förderpreis mit 2000 Euro dotiert sein, sagte Hamm weiter. Den Angaben zufolge stellt die Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur das Preisgeld zur Verfügung. Auf den Stifter Hans-Wolf Sievert gehen offenbar auch zwei wichtige Einschränkungen bei der Preisvergabe zurück. Wie Ulrike Hamm sagte, soll der Preis Künstlerinnen und Künstlern vorbehalten sein, die ihren „Lebensmittelpunkt“ in Stadt und Landkreis Osnabrück haben. Weiter soll der Preis „allen Medien der zeitgenössischen Kunst“, aber nicht der Skulptur offenstehen. (Hier weiterlesen: Möser-Medaille für Stifter Hans-Wolf Sievert) .

Plattform für regionale Kunst

„Ziel des Osnabrücker Kunstpreises ist es, eine regelmäßige öffentliche Plattform für regionales zeitgenössisches Kunstschaffen einzurichten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, heißt es in einer Mitteilung des MuK. Mit dem Preis solle das Kunstgeschehen in der Region gestärkt werden. Nach den Worten von UIrike Hamm wird der Preis erstmals im Frühjahr 2017, dann im Herbst 2018 und in der Folge alle zwei Jahre vergeben. „Eine überregional besetzte Jury soll zehn bis zwölf Künstlerinnen und Künstler auswählen. Deren Beiträge sollen im Oberlichtsaal des Kulturgeschichtlichen Museums ausgestellt werden“, sagte Hamm. Aus der Ausstellung heraus werde dann der Preisträger ermittelt. (Hier weiterlesen: Museums- und Kunstverein engagiert sich für Flüchtlinge).

Ausschreibung bis Sommer 2016

Die erste Vergabe soll jetzt vorbereitet werden. Der Ankündigung zufolge wird im Sommer 2016 eine Homepage des neuen Kunstpreises bereitgestellt sowie der Kriterienkatalog der Ausschreibung abschließend geklärt sein. Die erste Ausstellung des neuen Kunstpreises ist auch schon terminiert. Sie soll von Februar bis April 2017 im Kulturgeschichtlichen Museum stattfinden. Nach den Worten von Ulrike Hamm sind bislang die ersten drei Preisvergaben finanziell abgesichert. (Hier weiterlesen: Was kommt nach dem Aus für die Stadtgalerie? Künstler debattieren).

Enttäuschung über Zuschusskürzung

Auf dem Hintergrund des Projektes eines Osnabrücker Kunstpreises reagiert Vereinsvorsitzende Hamm besonders enttäuscht auf den Beschluss des Stadtrates, den Zuschuss für den Museums- und Kunstverein in Höhe von jährlich rund 5000 Euro zu streichen. „Die Politiker wussten von dem neuen Preis. Trotzdem kam der Kürzungsbeschluss. Das finde ich frustrierend“, sagte Ulrike Hamm. Im Zuge der Stadtratssitzung am 8. Dezember waren unter anderem auch der Mietzuschuss für die Stadtgalerie in Höhe von 20000 Euro gestrichen worden. (Hier weiterlesen: Beginnt in Osnabrück der Kulturabbau? Der Kommentar).


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