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21.12.2015, 17:45 Uhr BEGINNT DER KULTURABBAU?

2016 weniger Geld für Osnabrücks Kunstszene

Ein Kommentar von Dr. Stefan Lüddemann


Die Kunst im Blick? Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereiches Kultur und Kunsthallen-Direktorin Julia Draganovic (von links) stellen das Ausstellungsprogramm 2016 vor. Foto: Hermann PentermannDie Kunst im Blick? Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereiches Kultur und Kunsthallen-Direktorin Julia Draganovic (von links) stellen das Ausstellungsprogramm 2016 vor. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Osnabrücks Kunsthäuser müssen mit weniger Geld auskommen. Die Höhe der Beträge wirkt nicht dramatisch. Die Folgen werden dennoch spürbar sein. Beginnt der Weg in die Provinzialität?

Machen wir uns nichts vor. In Osnabrück beginnt der Kulturabbau. Die Beträge, die jetzt vom Budget der Ausstellungshäuser abgezwackt worden sind, mögen im Verhältnis zu den großen Posten des städtischen Haushaltes gering ausfallen. Der Verzicht auf diese Gelder wird jedoch gravierende Folgen haben. Er schränkt den Bewegungsspielraum der ohnehin bescheiden ausgestatteten Häuser noch weiter ein. (Hier weiterlesen: Einsparungen im Budget der Kunstszene: Worum geht es dabei?) .

Die Einsparung trifft die regionale Künstlerszene, die sich nun im Ausschreibungsverfahren um einen kleinen Ausstellungsetat balgen darf. Mit der Stadtgalerie geht zudem der permanente Ausstellungsort verloren. Noch folgenreicher allerdings ist die Einsparung im Budget des Felix-Nussbaum-Hauses. Die neue Leitung wird mit noch weniger Mitteln auskommen müssen als bisher. Ein herber Schnitt. (Hier weiterlesen: Künstler protestieren gegen Einsparungen) .

Er trifft den Umgang mit der Kunst Felix Nussbaums und damit das programmatische Zentrum der in Osnabrück gern wortreich beschworenen Friedenskultur. Den überfälligen Neustart wird es im Felix-Nussbaum-Haus so nicht geben können. Provinzialität als Schicksal? Bitte nicht.


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