380 Tonnen CO2 weniger Holzhackschnitzelheizung für Gesamtschule Schinkel


Osnabrück. „Mit der Holzhackschnitzelheizung an der Gesamtschule Schinkel haben wir wieder einen Schritt in Richtung CO2-Reduzierung in Osnabrück getan“, so Finanzvorstand Thomas Fillep, der am Montag der ersten Befüllung des Hackschnitzelbunkers beiwohnte.

Etwa 90 Kubikmeter des Brennmaterials, das aus der Region stammt, hatte ein Spezialtransporter am Nachmittag in einer ersten Fuhre angeliefert. 1600 Kubikmeter jährlich, so die Schätzungen, wird die Anlage brauchen, um ganzjährig für wohlige Wärme zu sorgen. Etwa 90 Prozent des gesamten Wärmebedarfs wird die neue Anlage abdecken. Für den Rest gibt es noch eine auf Gas laufende Anlage, die vor allem in Spitzenzeiten etwaige Lücken schließen soll.

Die neue Anlage ersetzt die alte Ölheizung. Sie ist Bestandteil der städtischen Anstrengungen im Zuge des „ Masterplans 100 Prozent Klimaschutz “ die CO2-Emissionen bis 2050 um 95 Prozent zu reduzieren. „Paris war gestern, Schinkel ist heute“, meinte Detlef Gerdts vom Fachbereich Umwelt der Stadt mit Blick auf die Klimakonferenz in der französischen Hauptstadt. Auf dem Weg zum Klimaschutzziel der Stadt sei die neue Anlage ein Mosaikstein.

Durch die Holzhackschnitzelheizung wird der Himmel über Osnabrück von 380 Tonnen CO2 befreit. Die Gesamtschule Schinkel verringert damit ihren Ausstoß um 90 Prozent. Mit der Heizungsanlage wurde auch die Regeltechnik auf den neuesten Stand gebracht. Die Investitionssumme für die neue Heizungsanlage beträgt circa 600.000 Euro, davon hat die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundes 127.000 Euro übernommen.

Und so wird in der kalten Jahreszeit etwa alle zehn Tage, insgesamt etwas mehr als 12 mal im Jahr, ein Sattelzug mit dem nachwachsenden Brennmaterial an der Gesamtschule Schinkel Halt machen und den Bunker im alten Heizölkeller befüllen. Mit Schnecken werden die Holzhackschnitzel dann in die Brennkammer befördert.


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