Ganztägige Bildung Landkreis Osnabrück: Jede zweite Kita mit Ganztagsangebot

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Mehr als die Hälfte der Kindertagesstätten und Grundschulen können im Landkreis Osnabrück inzwischen Ganztagsbetreuung anbieten. Symbolfoto: DPAMehr als die Hälfte der Kindertagesstätten und Grundschulen können im Landkreis Osnabrück inzwischen Ganztagsbetreuung anbieten. Symbolfoto: DPA

Osnabrück. Mehr als die Hälfte der Kindertagesstätten und Grundschulen können im Landkreis Osnabrück inzwischen Ganztagsbetreuung anbieten. Das ist das Ergebnis des Rahmenkonzepts „Ganztägige Bildung und Betreuung“, das Melanie Abeling vom Landkreis Osnabrück jetzt vorgestellt hat.

Zum Vergleich: Im Jahr 2012 konnten nur 37 Prozent der Kitas eine Ganztagsbetreuung anbieten, zwei Jahre später waren es schon 54 Prozent. „Allerdings sind immer noch 68 Kitas und 35 Grundschulen ohne Ganztagsbetreuung“, monierte Abeling. 58 Prozent der Grundschulen und 98 Prozent der Schulen im Bereich der Sekundarstufe 1 im Landkreis können ganztägige Bildung und Betreuung gewährleisten.

„Gute Ausgangssituation“

„Das ist eine gute Ausgangssituation“, konstatierte Abeling bei der Vorstellung des Konzepts.

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Allerdings wies sie auf die sehr unterschiedliche Nutzung des Angebots hin. Der Anteil der Ganztags-Nutzung in der Krippe liegt zwischen zehn und 62 Prozent, im Kindergarten zwischen fünf und 52 Prozent und in der Schule zwischen 18 und 87 Prozent. Im Schnitt nutzen ein Viertel der Krippenkinder das Ganztagsangebot. Im Kindergarten nutzen durchschnittlich 20 Prozent der ab Dreijährigen den Ganztag und in der Schule nutzen im Mittel 41 Prozent der Kinder die ganztägige Bildung.

Platzangebot soll sich an Bedürfnissen der Familien orientieren

Wegen der heterogenen Nutzung des Angebots will der Landkreis auch keine prozentuale Zielmarke für die Ganztagsbetreuung in den Kitas im Landkreis vorgeben. Schließlich sei die Situation in Quakenbrück anders als in Glandorf sowie in Georgsmarienhütte anders als in Bad Essen. „Es sollen so viele Plätze zur Verfügung stehen, wie die Familien benötigen. Das Platzangebot soll sich zeitlich an den Bedürfnissen der Familien orientieren“, betont Landkreis-Sprecher Burkhard Riepenhoff.

Kinder, die im Kindergarten noch einen Ganztagsplatz haben, brauchen diesen auch in der Grundschule

Wichtig sei, dass zwischen den unterschiedlichen Betreuungsformen passende Übergänge möglich seien. Zwischen Kita und Schule dürfe es keine Brüche geben. Kinder, die im Kindergarten noch einen Ganztagsplatz haben, bräuchten diesen auch in der Grundschule. Aber auch Fragen der Angebotsqualität sollen nach dem Konzept weiterentwickelt werden. Hier stehen im Mittelpunkt die sachliche und personelle Ausstattung der Angebote, die Qualität der Mittagsverpflegung und die Vereinbarkeit des Ganztagsbetriebs mit der Arbeit von Jugendverbänden und Sportvereinen.

Landkreis unterstützt mit 53.000 Euro als Anschubfinanzierung

Der Landkreis hatte dafür 2015 26.500 Euro an Haushaltsmitteln eingeplant. Mittel in der gleichen Höhe sind auch 2016 als Beitrag für den Handlungsschwerpunkt „Kinder und Jugendliche in Kita, Schule und Ausbildung begleiten und unterstützen“ vorgesehen. Da die für 2015 vorgesehenen Mittel wegen einer späten Verabschiedung des Konzepts nicht ausgegeben wurden, werden sie in 2016 übertragen. So steht den Kommunen im kommenden Jahr 53.000 Euro als Anschubfinanzierung für den Ausbau der ganztägigen Bildung und Betreuung zur Verfügung.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern

Das Rahmenkonzept zur Ganztagsbetreuung für Kinder und Jugendliche von 0 bis 14 Jahren ist ein gemeinsames Projekt des Landkreises Osnabrück und der kreisangehörigen Kommunen. Mit dem Rahmenkonzept sollen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert und die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche verbessert werden.


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