Zwischenbilanz des Weihnachtsmarktes Holpriger Start in den Osnabrücker Weihnachtsmarkt 2015

Von David Hausfeld

Einen klaren Himmel wie hier beim großen Flügelrad vor dem Osnabrücker Dom gab es gerade in den ersten Tagen des Osnabrücker Weihnachtsmarktes nur selten. Vor allem die regnerischen Wochenenden ließen viele Besucher vermissen. Foto: David EbenerEinen klaren Himmel wie hier beim großen Flügelrad vor dem Osnabrücker Dom gab es gerade in den ersten Tagen des Osnabrücker Weihnachtsmarktes nur selten. Vor allem die regnerischen Wochenenden ließen viele Besucher vermissen. Foto: David Ebener

Osnabrück. Die erste Hälfte des Osnabrücker Weihnachtsmarktes ist vorüber. Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH (OMT), Schausteller und Standbetreiber sind sich einig: Das schlechte Wetter hat für einen holprigen Start in die Vorweihnachtszeit gesorgt. Der Fachbereich Bürger und Ordnung berichtet derweil positiv von den ersten Wochen des Weihnachtsmarktes 2015.

„Der Weihnachtsmarkt ist einfach eine wetterabhängige Veranstaltung. Nach einem normalen Weihnachtsmarktstart haben die Regentage uns Schaustellern sozusagen auch in die Kassen geregnet. An den trockenen Tagen sind die Besucher- und Umsatzzahlen wieder auf Vorjahresniveau angestiegen“, berichtet Bernhard Kracke, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Weser Ems e.V. in einer Pressemitteilung der OMT. Der zweite Adventssamstag sei der bislang best besuchte Tag nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt, sondern auch in der Innenstadt gewesen, so Kracke weiter. Auch das Winterdorf am Neumarkt habe an den regnerischen Anfangstagen leichte Startschwierigkeiten gehabt: „Nachdem unser Markt anfänglich nur langsam angelaufen ist, war das letzte Adventswochenende sehr erfolgreich“, sagt Christoph Sierp, Betreiber des Winterdorfes am Neumarkt in der Mitteilung.

Mit dem guten Wetter steigt der Umsatz

„Es ist eigentlich alles im Rahmen des Üblichen, ich bin ganz zufrieden“, sagt Ewald Telsemeyer vom historischen Karussell vor dem Rathaus. Aber auch er habe das schlechte Wetter der letzten Tage, insbesondere die verregneten Sonntage, gemerkt. Dennoch seien gut 3000 Chips aus seinen „Nikolaustüten“ mit je 24 Chips noch im Umlauf, die in den nächsten zwei Wochen sicherlich zurückkehren werden, sagt der Schausteller. „Ein bisschen warm ist es“, sagt Heike Seliger von den Osnabrücker Werkstätten. Mit einer Eismaschine und ein paar Schirmchen könnten auch durchaus Cocktails statt Glühwein verkauft werden, scherzt Seliger. „Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden“, befindet sie. „Der Umsatz steigt natürlich mit dem guten Wetter“, sagt Sandy Kracke vom Feuerzangenbowlestand am Marktplatz. Gerade in den regnerischen Tagen hätten die Besucher schnell getrunken und seien gleich weiter gezogen.

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Der Fachbereich Bürger und Ordnung der Stadt hat derweil keine besonderen Vorkommnisse zu vermelden, sagt Fachbereichsleiterin Sandra Solf auf Nachfrage unserer Redaktion. „Läuft gut. Wir haben in diesem Jahr den Ordnungsaußendienst verstärkt eingesetzt, das wurde positiv aufgenommen, auch von den Ständen“, berichtet Solf. Lediglich beim Stand „Arktischer-Honig Finnland“ fehle die vorgeschriebene Grundpreisangabe, dies werde aber behoben, sagt Solf. Demnach muss der Honigstand den Preis pro Grundeinheit der Ware, etwa ein Kilogramm oder ein Liter, auszeichnen.

Ausblick auf die nächsten zwei Adventswochen

Die OMT gibt derweil einen Ausblick auf die zweite Weihnachtsmarkthälfte: Immer mittwochs spielt der Posaunenchor St. Marien von 19.30 bis 20 Uhr auf dem Turm der Kirche St. Marien. Am Mittwoch, 9. Dezember, wird von 15 bis 19 Uhr unter den Arkaden der Stadtbibliothek traditionell Christstollen der Bäckerei Coors für einen guten Zweck verkauft. Der Erlös kommt in diesem Jahr dem Mädchenhaus zu Gute. In der Wechselstube an dem Brunnen auf dem Platz des Westfälischen Friedens ist bis zum 13. Dezember die Firma Wojtun mit kulinarischen Köstlichkeiten vertreten. Den Abschluss macht das „Stadtkind“ aus der Marienstraße mit vielen Geschenkideen für Weihnachten.