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Gegen Tierleid in Modeindustrie Schock-Aktion von Peta in Osnabrück gegen Modeindustrie

Von Jörg Sanders


Osnabrück. Die Tierschutzorganisation Peta hat am Montagvormittag in Osnabrück mit einer „gruseligen“ Aktion gegen Tierleid in der Modeindustrie demonstriert.

Eine Mitarbeiterin steckte dabei in einem Ganzkörperanzug, der symbolisch für das Tierleid in der Modeindustrie steckt: Sie sah aus, als wäre sie gehäutet worden. „Gruselig“ nennt Peta diesen Anblick selbst. „Mit dieser Aktion wollen wir auf Milliarden von Tieren aufmerksam machen, die für Pelze und Leder leiden“, sagte Peta-Mitarbeiterin Alena Thielert. „Sie werden häufig lebendig gehäutet“, konkretisierte sie. Eigentlich sollten mehrere Peta-Mitglieder in diesen Anzügen teilnehmen, doch sie steckten in Bad Oeynhausen im Stau fest und schafften es nicht rechtzeitig nach Osnabrück.

Lebend gehäutet

Peta wirft vielen Modeunternehmen vor, weiterhin Tierhäute und Federn in ihren Kollektionen zu haben. Dafür würden jährlich Milliarden Kühe, Lämmer, Pferde, Schafe und Nerze qualvoll leiden. Schon beim Transport würden viele Tiere getreten und geschlagen, wie Videos von Peta zeigen. Durch Fehler in der Produktion würden viele Tiere lebend zerstückelt oder gehäutet. Für Daunen und Wolle etwa würden Angorakaninchen blutig kahl gerupft. Durch Aufklärungskampagnen habe Peta bereits einige Modehäuser wie Calvin Klein und Tommy Hilfiger dazu bewegen können, tierfreie Kollektionen anzubieten – aber eben längst nicht alle.

Reaktionen sehr unterschiedlich

Die Reaktionen auf die Aktion in Osnabrück und anderen Städten seien sehr unterschiedlich, sagte Thielert. „Einige sind geschockt, machen Fotos und wollen Flyer“, sagte sie. Andere würden Peta der Lüge bezichtigen oder vorwerfen, diese Aktion sei vor Kindern nicht angebracht.

Die Aktion fand am Montag in mehreren deutschen Städten statt.

Videos von Peta zu verschiedenen Themen stellt die Organisation bei Youtube bereit. Ferner biete der Peta Shopping Guide eine Übersicht, wo Konsumenten tierfreundlich einkaufen können.


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