Nur CDU stimmt dagegen Osnabrücker Todeskreuzung soll umgebaut werden

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Für Radler gefährlich: Die Kreuzung Johannistorwall/Kommenderiestraße soll für 110000 Euro umgebaut werden. Das hat der zuständige Ausschuss jetzt beschlossen. Foto: Elvira PartonFür Radler gefährlich: Die Kreuzung Johannistorwall/Kommenderiestraße soll für 110000 Euro umgebaut werden. Das hat der zuständige Ausschuss jetzt beschlossen. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Jetzt ist beschlossen: Die Stadt will die Todeskreuzung Johannistorwall/Kommenderiestraße grundlegend umgestalten, um sie für Radfahrer sicherer zu machen. An der gefährlichen Straßenecke sind schon mehrfach Radler von abbiegenden Lastwagen überrollt worden.

Gegen die Stimmen der CDU-Fraktion sprach sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt für den Umbau der Kreuzung aus. Dabei sollen die aus westlicher Richtung kommenden Spuren für den Geradeaus- und den Rechtsabbiegerverkehr getrennt werden. Damit sollen geradeaus fahrende Radler aus dem Gefahrenbereich der abbiegenden Lkw herausgeholt werden.

Der von der Verwaltung ausgearbeitete Plan sieht vor, dass die Fahrbahn für den Geradeausverkehr östlich der Kreuzung punktuell auf eine Spur eingeschränkt wird. Diese Einengung könne bei ungeübten Fahrern möglicherweise den einen oder anderen Blechschaden verursachen, meinte Stadtbaurat Frank Otte. Der Umbau sei aber ein konsequenter Schritt, um das traurige Kapitel der tödlichen Unfälle zu beenden.

„Wir sind uns alle einig, dass wir etwas tun müssen“, meinte CDU-Ratsfrau Katharina Pötter, aber die vorgeschlagene Lösung sei ein „Eingriff in den Wallring“. Damit werde ein Rückstau bis zum Arbeitsamt provoziert. „Wir können uns eine weitere Staubildung aber nicht leisten“, meinte die CDU-Politikerin.

Ratsherr Jens Meier (Die Grünen) wies darauf hin, dass die Stadt die Planung sehr gründlich geprüft habe. Ein renommierter Verkehrsgutachter habe festgestellt, dass keine zusätzliche Staubildung zu befürchten sei. Außerdem sei der Umbau der Kreuzung mit einem Kostenaufwand von 110000 Euro eine „preisgünstige Lösung“.


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