70 Jahre BBK, 10 Jahre Kunstquartier Künstlervereinigung feiert mit Kaffeeklatsch

Feierten 70 Jahre BBK Osnabrück und 10 Jahre Kunstquartier: BBK-Landesvorsitzende Dagmar Schmidt und Ortsgruppenleiter Jens Raddatz. Foto: Hermann PentermannFeierten 70 Jahre BBK Osnabrück und 10 Jahre Kunstquartier: BBK-Landesvorsitzende Dagmar Schmidt und Ortsgruppenleiter Jens Raddatz. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Unter dem Motto „Kuchen essen – Kunst vergessen“ feierte am Sonntagnachmittag die Bezirksgruppe Osnabrück des 1945 neu gegründeten Bundes Bildender Künstler (BBK) in aller Bescheidenheit ihr 70-jähriges Jubiläum im Kunst-Quartier, das gleichzeitig 10 Jahre alt wurde.

Während dem ersten Teil der Devise bei entsprechendem Appetit leicht gefolgt werden konnte, gestaltete sich das beim zweiten schon schwieriger. Denn trotz der bewusst ganz ohne Bilder kahl gehaltenen weißen Wände war die Kunst natürlich ein Thema, das im Raum stand.

Nicht mehr nur die drei in der Gründerzeit des BBK „deutlich markierten“, klassischen Bereiche Malerei, Architektur und Skulptur, sondern daneben und darüber hinaus auch Fotografie, Video-, Medien-, Performance- und Installationskunst prägen inzwischen ein Berufsfeld, das für den Laien häufig „nicht durchschaubar“ ist, bemerkte die Landesvorsitzende Dagmar Schmidt in ihrer Laudatio: Es gebe heute kein Berufsbild, das heute kontroverser und engagierter diskutiert werde wie das des Künstlers. Der Berufsverband versteht sich deshalb auch als Mittler zwischen dem unbedarften Betrachter und dem Schaffenden von Kunst in all ihrem Facettenreichtum.

Von den 13 unterschiedlichen Ortsgruppen des BBK Niedersachsen sticht diejenige in Osnabrück nicht nur als die älteste, sondern auch als ein besonders starkes Stück vom bunten und vielschichtigen Länderkuchen hervor, das Künstler in der Stadt miteinander verbindet und sie in eine „spezifische lokale Backform“ einbindet, die Kunst fördert und unterstützt, wählte Schmidt passend zum Motto die Bilderwelt des Kuchens zur Beschreibung der lokalen Kunstszene.

Der Kunstszene dient seit nunmehr zehn Jahren das kleine, aber feine Kunst-Quartier auf dem Weg zwischen Dominikanerkirche und Felix-Nussbaum-Haus als zentrale Anlaufstelle, die bislang als Schaufenster für rund 80 Ausstellungen mit insgesamt 50 000 Besuchern diente - und die Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler in ihrem Grußwort zum Doppeljubiläum als „Bereicherung nicht nur der Kunstszene, sondern auch der Kultur der Stadt insgesamt“ bezeichnete.

„Auch wenn Kultur nicht immer planbar ist, braucht Kunst Sicherheit und Raum“, betonte Jens Raddatz – seit fünf Jahren Vorsitzender der größten Künstlervereinigung der Region, die in ihrer langen Geschichte viel gebacken bekommen hat, bevor dann das stolze Jubiläum in der Bierstraße bei Kaffee und Kuchen und Musik aus dem Gründungsjahr ausgiebig gefeiert werden konnte.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN