Bei „Autorentheatertagen“ Stefan Hornbach erhält weiteren Theaterpreis

Von Christine Adam

Stefan Hornbach kann sich wieder freuen, nun auf Berlin: im Bild (rechts) mit Julia Penner, der 2. Preisträgerin des Osnabrücker Dramatikerpreises bei der Verleihung in Osnabrück.  Foto: Jörn MartensStefan Hornbach kann sich wieder freuen, nun auf Berlin: im Bild (rechts) mit Julia Penner, der 2. Preisträgerin des Osnabrücker Dramatikerpreises bei der Verleihung in Osnabrück. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Das Osnabrücker Theater fühlt sich in seiner Preisträgerwahl zum 2. Osnabrücker Dramatikerpreis einmal wieder angenehmst bestätigt: Stefan Hornbach, Gewinner beim zweiten Durchlauf, wurde nun mit seinem Stück „Über meine Leiche“ auch zu den „Autorentheatertagen“ am Deutschen Theater Berlin ausgewählt.

Große Freude am Osnabrücker Theater und beim Theaetrverein, das teilte Intendant Ralf Waldschmidt mit: Stefan Hornbach, frischgebackener Preisträger des vom Theaterverein initiierten 2. Osnabrücker Dramatikerpreises, ist gerade auch bei den wichtigen „ Autorentheatertage n“ an Ulrich Khuons Deutschem Theater Berlin, ausgezeichnet worden.

Eine Jury hat aus 175 eingereichten Stücken drei für das Festival 2016 (11.-25. Juni) ausgewählt, darunter Hornbachs Drama „Über meine Leiche“. Die anderen beiden Stücke sind Dominik Buschs „Das Gelübde“ und Jakob Noltes „Gespräch wegen der Kürbisse“. Stefan Hornbachs Stück wird nun in Zusammenarbeit dreier hochkarätiger deutschsprachiger Schauspielbühnen, des Deutschen Theaters mit dem Burgtheater Wien und dem Schauspielhaus Zürich, inszeniert und während des Festivals aufgeführt.

Sicheres Gespür der Jury

Ralf Waldschmidt ist zuversichtlich, dass es eine Einigung mit dem Deutschen Theater geben werde, was die Uraufführungsmodalitäten von „Über meine Leiche“ anbelangt. Denn beide Preise beinhalten die Uraufführung des Werkes. Ihn und den Theatervereinsvorsitzenden Axel Zumstrull freut besonders, dass nun schon das zweite Mal die Osnabrücker Jury ein so sicheres Gespür für hoffnungsvolle Jungdramatiker bewiesen hat. Thomas Köck , 1. Preisträger des Osnabrücker Dramatikerpreises 2013, startete sofort durch, seine Stücke wurden uraufgeführt und nachgespielt und 2014 erhielt er für sein Stück „Isabelle Huppert“ den renommierten Else-Lasker-Schüler-Stückepreis. Für sein Osnabrücker Auftragswerk „Paradies fluten“ wurde er zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Und auch das Stück des 2. Preisträgers, Sascha Hargesheimers „Archiv der Erschöpfung“, suchte die Jury der „Autorentheatertage“ fürs Deutsche Theater Berlin aus.

ŒDie Berliner Jury setzt sich aus der Theaterkritikerin Barbara Behrendt, der Schauspielerin Wiebke Puls und dem Filmregisseur Dietrich Brüggemann zusammen. Der Osnabrücker Jury gehören die Dramatikerin Rebekka Kricheldorf, die Regisseurin und frühere Osnabrücker Schauspielleiterin Annette Pullen, Theater- und Literaturkritiker Jürgen Berger und der Leiter des Bayerischen Theaterakademie August Everding, Hans-Jürgen Drescher, an.


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