Mit voller Kraft helfen Bigband-Konzert zugunsten des Mukoviszidose-Hilfe

Von Stefanie Preuin


preu Osnabrück. Laut, harmonisch, gefühlvoll – die Musiker des Osnabrücker Jazz und Tanzorchester (OJTO) und die Bigband „Tuten und Blasen“ holten am Freitagabend unentgeltlich alles aus ihren Instrumenten heraus. Im Haus der Jugend veranstaltete die CF-Selbsthilfe Osnabrück, der regionale Repräsentant des Mukoviszidose-Vereins, das Konzert für den guten Zweck.

Charmant leitete Claus Cronemeyer vom Osnabrücker Jazz und Tanzorchester von Stück zu Stück. Mit „Bye bye my Love“ starteten die Musiker mit Effet in den Abend. Als dann noch Sängerin Martina Schawe-Calleja die Bühne enterte und das von Norah Jones populär gemachte Lied „Don’t know why“ sang, tippten die Füße und wackelten die Köpfe der Zuschauer temperamentvoll im Rhythmus. Neben überzeugenden Soloeinlagen, fühlte sich Martina Schawe-Calleja mit sonorer Stimme gefühlvoll in Nina Simones oder das Michel Bublé Cover „Feeling Good“ ein.

Dieser Abend war ein musikalischer, dennoch war die Krankheit Mukoviszidose das Leitthema. Die Lebenserwartung der Patienten ist in den vergangenen Jahren dank der Forschung gestiegen, dies stellt die Erkrankten allerdings vor neue Probleme. „Über die Hälfte der Patienten sind erwachsen und überleben ihre Eltern. Die Höhe des Existenzminimums Hartz IV ist auf Gesunde abgestimmt, bei Erkrankten besteht ein deutlicher Mehrbedarf“, erklärte Georg Wigge, Vorsitzender der CF ( Cystische Fibrose ) Selbsthilfe Osnabrück.

Bei der Begrüßung verdeutlichte auch Wilhelm Bremer, wofür der Erlös des Konzertes eingesetzt werden kann. Neben der Forschung und Therapie, brauchen vor allem Einzelpersonen finanzielle Unterstützung. „Trotz aller Bemühungen wird der Gesundheitszustand schlechter. Hohe Kosten entstehen den Patienten durch die hochwertige Ernährung, Medikamente, der Eigenanteil für Therapien und Krankenhausaufenthalte und die krankheitsbedingt erhöhten Fahrt- und Energiekosten“, so Bremer.

Im zweiten Teil des Konzertes spielte die Bigband „Tuten und Blasen“. Mit frischen Impulsen von Dirigent Christoph Klenner oder der Arrangement-Premiere von Snarky Puppys „Lingus“ lieferten sie musikalische Feinkost. Ob Gitarren- oder Pianosolo, der Auftritt war zuweilen ziemlich modern, ziemlich flott und einfach gut. Nicht nur die Spielfreude überzeugte, auch Sängerin Jasmine Klewinghaus vereinnahmte die Zuhörer. Die Melodien des Jazzstandard „Comes love“, „Teach me tonight“ oder die Zugabe „Fever“ brachte gute Laune, die das Publikum gern mit nach Hause nahm.


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