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Millionenverlust Stadtwerke Osnabrück lösen sich von Pannenkraftwerk

Grundsteinlegung am 29.8. 2009 in Hamm-Uentrop: (von links) der frühere NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Bundeskanzlerin Angela Merkel, der damalige RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann und der Vorstandsvorsitzende RWE-Power AG, Johannes Lambers. Archivfoto: dpaGrundsteinlegung am 29.8. 2009 in Hamm-Uentrop: (von links) der frühere NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Bundeskanzlerin Angela Merkel, der damalige RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann und der Vorstandsvorsitzende RWE-Power AG, Johannes Lambers. Archivfoto: dpa

Osnabrück. Die Stadtwerke Osnabrück steigen zum Jahresende aus dem Kohlekraftwerk Hamm-Uentrop aus. Die Beteiligung an dem Pannenprojekt hat nur Ärger und einen Millionenverlust beschert.

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat dem Ausstieg zugestimmt, wie Stadtwerke-Vorstand Manfred Hülsmann auf Anfrage bestätigt. Wie hoch der finanzielle Verlust für die Stadtwerke sein wird, wollte Hülsmann mit Hinweis auf die laufenden Verhan

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Warum das Kohlekraftwerk gescheitert ist

2007, als die Entscheidung für den Bau des Kohlekraftwerkes Hamm fiel, versprach die Investition eine ordentliche Rendite von deutlich über sechs Prozent. Erwartet wurden eine weitere Verteuerung der Kohlendioxid-Zertifikate und ein moderater Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Kohlendioxid-Zertifikate – also das Recht, die Luft zu verschmutzen – kosteten damals etwa 25 Euro je Tonnen Kohlendioxid. Experten gingen von einer deutlichen Preissteigerung aus, was zum Beispiel die umweltschädlichen Braunkohlekraftwerke unwirtschaftlich machen würde. Eingetreten ist das Gegenteil. Die Preise für die Zertifikate fielen ins Bodenlose. Der Effekt: Die ältesten Kohlekraftwerke, zugleich die größten Dreckschleudern, produzieren am billigsten. Die modernen Kraftwerke mit hohem Wirkungsgrad kommen gar nicht mehr zum Zug. Das betrifft auch das Trianel-Gaskraftwerk in Hamm, an dem die Stadtwerke Osnabrück beteiligt sind.

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