Studentenwerk baut an Natruper Straße Spatenstich für Osnabrücker Studentenwohnheim

Dieser Plan hat viele Mütter und Väter: Dementsprechend wurden jetzt gleich elf „erste Spaten“ gestochen. Foto: Gert WestdörpDieser Plan hat viele Mütter und Väter: Dementsprechend wurden jetzt gleich elf „erste Spaten“ gestochen. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Symbolischer erster Spatenstich für studentisches Wohnen in Campusnähe: Zwischen Natruper Straße und Berghoffstraße in Osnabrück wird in den nächsten 18 Monaten Wohnraum für 178 Studenten gebaut.

Auf einer Gesamtfläche von 5000 Quadratmetern entsteht ein vierteiliges, fächerartig angelegtes Gebäudeensemble. Die äußeren Häuser haben je drei Stockwerke und ein Staffelgeschoss, zwei Stockwerke dagegen die beiden Innengebäude. Um zwei schützenswerte Linden herum soll ein großer Innenhof als grüner Treffpunkt entstehen, erläuterte Afra Creutz von der Firma Planconcept Architekten.

15,1 Millionen Euro Baukosten

Die künftigen Wohneinheiten werden als Einzelapartments und für Wohngemeinschaften angeboten. Die Räume messen zwischen 26 und 30 Quadratmeter. Größer geschnitten sind die Wohnungen für Familien und für Menschen mit einem Handicap. Zur Standardausstattung gehören in den Apartments eine Küchenzeile und ein barrierefreies Bad. Die neue Wohnanlage bietet überdachten Platz für 40 Autos. Sichere Stellmöglichkeiten für 180 Fahrräder sind in den Häusern untergebracht.

Die Gebäude werden im Passivhausstandard gebaut, wodurch man die Betriebskosten dauerhaft niedrig halten möchte. Der Neubau kostet 15,1 Millionen Euro. Davon bringt das Studentenwerk 5 Millionen Euro aus Eigenmitteln auf. 1,5 Millionen stammen aus einem zinslosen Darlehen des Landes, das zur Wohnraumförderung vergeben wurde. „Den Rest von 8,6 Millionen Euro finanzieren wir über Kredite“, sagte Birgit Bornemann, Geschäftsführerin des Studentenwerks. (Weiterlesen: Neues Wohnheim zu teuer? Osnabrücker Baumagnat Köster greift Studentenwerk an)

Kurze Wege zum Campus

Sie wies auch auf die Nähe zum Campus am Westerberg hin. Das erspare den Studenten lange Wege. „Und der Stadt weiteren Autoverkehr“, ergänzte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Er betonte zudem die entlastende Funktion des neuen Studentenwohnheims. „Das gibt Chancen auf dem freien Wohnungsmarkt für andere Bürger, die auch auf preiswerten Wohnraum angewiesen sind.“

Universitätspräsident Wolfgang Lücke dankte dem Verwaltungsrat des Studentenwerks für die konstruktive Unterstützung des Bauprojektes. Lücke hob auch den Anteil der Studenten bei der Planung der Anlage hervor. „Sie haben sich über das Maß hinaus eingebracht, um praktikable Lösungen zu finden.“ (Weiterlesen: Wie finde ich als Erstsemester die passende WG?)


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