Berufsbildungswerk Viel Arbeit und viele Fragen für die Altenpfleger

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Feiern mit dem Staatssekretär: Karl-Josef Laumann (2. v. r., CDU) sagte den frisch examinierten Altenpflegerinnen, die Gesellschaft könne dankbar dafür sein, dass Sie sich für diesen Beruf entschieden haben. Gleichwohl stellen die jungen Leute kritische Fragen zur weiteren Entwicklung. Foto: David EbenerFeiern mit dem Staatssekretär: Karl-Josef Laumann (2. v. r., CDU) sagte den frisch examinierten Altenpflegerinnen, die Gesellschaft könne dankbar dafür sein, dass Sie sich für diesen Beruf entschieden haben. Gleichwohl stellen die jungen Leute kritische Fragen zur weiteren Entwicklung. Foto: David Ebener

Osnabrück. Für den Abschlussjahrgang 2015 der Berufsfachschule Altenpflege im Berufsbildungswerk Osnabrücker Land gab es eine besonders festliche Abschlussfeier. Grund dafür war das 25-jährige Jubiläum der Schule, die 1990 aus der Kreisvolksschule hervorgegangen war.

Mehr als 600 Altenpfleger wurden seitdem ausgebildet. Dieses Jahr durften 24 junge Absolventen ihre Zeugnisse in Empfang nehmen. Karl-Josef Laumann, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege, sprach den 24 Absolventen seine Anerkennung aus: „Unsere Gesellschaft kann dankbar sein, dass Sie diesen Beruf gewählt haben.“ In den kommenden Jahrzehnten werde es nämlich pro Jahr zwei bis drei Prozent mehr Pflegebedürftige geben. Zudem werde der Anteil derer, die zu Hause von den Familien gepflegt werden, weiter abnehmen. Bis zu 20000 zusätzliche Altenpfleger jährlich würden gebraucht, um alle versorgen zu können.

Grit Winkler, Fachleiterin der Berufsfachschule Altenpflege, nannte Probleme des Berufsstands beim Namen: „Über die Themen ungleiche Bezahlung, unregelmäßige Arbeitszeiten, überbordende Bürokratie, Fachkräftemangel und das schlechte Image des Berufs Altenpfleger haben wir im Unterricht kontrovers diskutiert. Viele Fragen mussten dabei unbeantwortet bleiben, weil es noch keine unmittelbaren Lösungen gibt.“

Georg Schirmbeck, erster Vorsitzender des Berufsbildungswerks, hob hervor, dass die diesjährigen Absolventen aus acht verschiedenen Nationen stammen: „Das ist gelebte Integration.“

Die Altenpfleger: Burcin Adar, Carla Böckenholt, Jasmin Dröse, Torsten Gretzmann, Yannik Grieb, René Herkenhoff, Sandra Hoke-Makosch, Eugen Kammerer, Arviny Kanarajan, Larissa Kirchhoff, Laurenz Lührmann, Maximilian Mohr, Yvonne Ortgies, Sarah Pichel, Pornphilai Saengsai, Mukaddes Sezen, Jacqueline Sokoliß, Denis Schädel, Anna Scheper, Jennifer Teichler, André Unland, Marina Wick, Julia Wirich, Jessica Wulfers, Leonora Zeqiri, Andrea Zuleia.


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